Ex-Chef angeklagt wegen Falschaussage

Volkswagen: Winterkorn und Ex-Kollegen zahlen Rekord-Entschädigung an VW

Aufgrund des „Dieselgate“-Skandals zahlen der Ex-VW-Chef und weitere Ex-Manager eine Rekordsumme an Volkswagen. Die Staatsanwaltschaft klagt unterdessen Winterkorn an.

Hannover - Zwischen dem Volkswagen-Konzern und Ex-Chef Martin Winterkorn kam es im Dieselskandal zu einer Einigung. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende und drei weitere Ex-Manager zahlen dem Automobilkonzern insgesamt 288 Millionen Euro Schadenersatz.

Davon sollen 11,2 Millionen Euro direkt aus Winterkorns Tasche kommen. Ex-Audi-Chef und -VW-Konzernvorstand Rupert Stadler soll selbst 4,1 Millionen Euro überweisen. 

Ein Großteil der gesamten Entschädigungssumme entfällt auf spezialisierte Haftpflichtversicherungen.

Volkswagen: Ehemaligem VW-Chef Winterkorn droht Anklage wegen Falschaussage

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat unterdessen Anklage gegen den Ex-VW-Boss Martin Winterkorn erhoben. Grund dafür soll Winterkorns Aussage vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestags am 19. Januar 2017 sein.

Neben Martin Winterkorn sollen auch die früheren Topmanager Rupert Stadler, Ulrich Hackenberg, Wolfgang Hatz und Stefan Knirsch VW finanziell entschädigen.

Damals bestritt der Manager, von den manipulierten Abgaswerten des Volkswagen-Konzerns gewusst zu haben. Er sei “nicht frühzeitig und eindeutig über die Probleme informiert” worden, behauptete der heute 74-Jährige. Der Staatsanwaltschaft Berlin lägen Beweise vor, dass Winterkorns Aussage so nicht ganz stimme.

Nun soll Winterkorn der Prozess wegen uneidlicher Falschaussage gemacht werden. Bei einer Verurteilung droht dem ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis hin zu fünf Jahren.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka

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