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Viel zu tun für Polizei und Feuerwehr in Niedersachsen

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Silvester ist für viele Menschen in Niedersachsen auch dieses Jahr im Krankenhaus zu Ende gegangen. Sie verletzten sich beim Hantieren mit Böllern oder gerieten in angetrunkenem Zustand in Streit miteinander. © dpa

Silvester ist für viele Menschen in Niedersachsen auch dieses Jahr im Krankenhaus zu Ende gegangen. Sie verletzten sich beim Hantieren mit Böllern oder gerieten in angetrunkenem Zustand in Streit miteinander. „Der ganz normale Wahnsinn halt“, sagt ein Polizeisprecher.

Hannover - Polizei und Feuerwehr haben in der Silvesternacht in Niedersachsen viel zu tun gehabt: Allein in der Landeshauptstadt Hannover rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr insgesamt 330 Mal aus, um kleinere und größere Brände zu löschen, die durch Silvesterböller verursacht wurden.

Mindestens ein Mensch kam ums Leben: In Schneverdingen in der Lüneburger Heide wurde am Silvesterabend ein 50 Jahre alter Mann von einem 20-Jährigen Autofahrer angefahren, der nach Polizeiangaben vermutlich betrunken war. Der Fußgänger starb an seinen schweren Verletzungen.

In Bad Zwischenahn erlitt ein junger Mann in der Silvesternacht einen Schädelbruch. Wie die Polizei mitteilte, hatte ihm ein angetrunkener Gleichaltriger einen Schlagstock auf den Kopf gehauen. Der 20-Jährige kam auf die Intensivstation.

In Hannover löste die Polizei nach einer Massenschlägerei eine Silvesterparty mit hunderten Besuchern auf. Vier Gäste und zwei Polizisten wurden leicht verletzt. Zu der Schlägerei war es gekommen, nachdem private Securityleute mehrere Gäste der Party rausgeworfen hatten.

In Osnabrück lieferte sich ein betrunkener Autofahrer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, weil er bei einer Straßenkontrolle nicht anhalten wollte. Zunächst bretterte der Mann über mehrere rote Ampeln und blieb mit seinem Wagen in einem Vorgarten liegen. Danach flüchtete er zu Fuß weiter und rannte direkt vor einen Streifenwagen. Der Mann wurde frontal erfasst und dabei verletzt, aber nicht lebensgefährlich, berichtete die Polizei.

In Wardenburg im Kreis Oldenburg gab es einen Großbrand in einer Gaststätte. (Lesen Sie dazu unseren Bericht: Großbrand zerstört Gaststätte) Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde niemand verletzt. Warum das Feuer ausbrach, war zunächst unklar. Die Feuerwehr war mit rund 150 Kräften im Einsatz.

Großbrand zerstört Gaststätte

In Ostfriesland setzte eine Silvesterrakete in der Neujahrsnacht ein Reethaus in Brand. Das Gebäude in Großefehn im Kreis Aurich brannte komplett aus, Verletzte gab es nicht, berichtete die Polizei.

In Hildesheim flog eine Silvesterrakete durch ein offenes Fenster in eine Wohnung. Durch das beherzte Eingreifen der Bewohnerin konnte dort aber größerer Schaden verhindert werden: Die Frau warf mehrere brennende Gegenstände einfach aus dem Fenster.

In Lilienthal bei Bremen landete ein Silvesterböller in einem Post-Briefkasten, der völlig zerstört wurde. Ein aufmerksamer Anwohner rettete die aus dem Kasten gefallene Post und gab sie der Polizei.

In Wolfenbüttel wurde ein 56 Jahre alter Mann von einem anderen gezielt mit einem Knaller beworfen. Der 56-Jährige erlitt ein Knalltrauma und erstattete Strafanzeige.

Glücklich endete ein Polizeieinsatz in Peine: Dort verschlief ein 48-Jähriger seine eigene Silvesterparty und löste dadurch einen Großeinsatz der Polizei aus. Da der Mann nicht auf Klingeln reagierte, befürchtete die Partygesellschaft das Schlimmste und alarmierte die Rettungskräfte. Diese öffneten die Tür der Wohnung gewaltsam und fanden den erschrockenen Gastgeber wohlauf.

dpa

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