Aktion offenbar gemeinsam geplant

Mädchen versteckt gehalten: Polizei prüft strafrechtliche Schritte

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Ein Polizeihubschrauber kreist über einem Wohngebiet.

Braunschweig - Nach der stundenlangen Suche nach einer vermissten Achtjährigen in Braunschweig prüft die Polizei, ob sie nun strafrechtlich gegen einen Verwandten des Mädchens ermittelt. Das Kind war am Samstag bei dem 59-Jährigen entdeckt worden.

Nach bisherigen Ermittlungen hatten der Mann und das Mädchen die Aktion gemeinsam geplant, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Das Kind habe sich bei den Eltern nicht wohl gefühlt. Mehr als 100 Einsatzkräfte hatten stundenlang nach dem Mädchen gesucht, nachdem es von seinen Eltern als vermisst gemeldet worden war. „Wir schauen auch, wer den Einsatz zahlen muss. Die Kosten bewegen sich im fünfstelligen Bereich“, sagte der Polizeisprecher.

Die Achtjährige war am Freitagnachmittag zum Spielen nach draußen gegangen und zum Abendessen nicht wieder nach Hause gekommen. Die Polizei entdeckte das Kind dann am Samstag bei dem 59-jährigen Verwandten im 30 Kilometer entfernten Gifhorn. An der Suche nach dem Mädchen hatten sich Polizisten sowie Freiwillige vom Technischen Hilfswerk und den Johannitern beteiligt. Die Familie will sich jetzt Hilfe holen. Auch das Jugendamt sei beteiligt, wie ein Polizeisprecher sagte.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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