Verhaltene Ernteschätzungen lassen Kartoffelpreise anziehen

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Verhaltene Ernteschätzungen lassen Kartoffelpreise anziehen

Hannover - Niedersachsens Kartoffelbauern gehen angesichts der Wetterkapriolen in diesem Jahr von sinkenden Erträgen und damit anziehenden Preisen aus.

Die Kartoffellager würden nicht gerade „überquellen“, sagte der Vorsitzende im Kartoffel-Ausschuss beim Landvolk Niedersachsen, Thorsten Riggert. Niedersachsen ist nach Branchenangaben Deutschlands wichtigster Kartoffelproduzent. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen Jahre rechnen die Bauern mit 20-prozentigen Ernte-Einbußen. „Erst zu lange kalt, dann zu nass und dann zu heiß und zu trocken“, erklärte Riggert den Jahresverlauf.

Konkrete Ernteschätzungen stehen aber noch aus, da die diesjährige Haupt-Kartoffelernte gerade erst mit zwei Wochen Verspätung begann. Regional gibt es aber große Unterschiede. Im Emsland ist die Lage nicht allzu schlecht, um Burgdorf dagegen haben Überschwemmungen für massive Ausfälle auf Kartoffeläckern gesorgt. Um Lagerkapazitäten auszulasten würden weniger Landwirte ihre Kartoffeln direkt ab Feld verkaufen, sagte Riggert, der auch Vorsitzender des Bauernverbands Nordostniedersachsen ist. Landwirte würden bei Preissteigerungen kaum profitieren: Würden die Waren im Laden 80 Cent teurer, bekämen die Bauern gerade mal zehn Cent mehr. Ende Juli hatte die Branche deutschlandweit höhere Preise in Aussicht gestellt - auch für die Endprodukte wie Chips. dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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