Vater soll Töchter missbraucht haben

Papenburg/Osnabrück - Wegen des Vorwurfs, seine 14 Jahre alte Tochter geschwängert zu haben, sitzt ein Mann aus dem emsländischen Papenburg in Untersuchungshaft.

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, am Montag sagte, war die Polizei am Samstag über den Fall informiert worden. Die Jugendliche sei seit zwei Jahren vom Vater mehrfach sexuell missbraucht worden. Sie ist in der 33. Woche schwanger.

Auch ihre jetzt 20 Jahre alte Schwester sei seit ihrem elften Lebensjahr und dann vier Jahre lang vom heute 39 Jahre alten Vater sexuell missbraucht worden. Der Mann habe die Taten bei der Polizei gestanden. Das Strafmaß für schweren sexuellen Missbrauch in solchen Fällen betrage zwischen zwei und 15 Jahren Haft, sagte Retemeyer.

Der Anwalt des Mädchens hat nach seinen Angaben den Eindruck, dass die ganze Familie traumatisiert und psychisch instabil ist. Sie sei derzeit in einer geschützten Umgebung, sagte er, und werde von den zuständigen Behörden und Hilfseinrichtungen betreut.

Inzest-Vergewaltigungsfälle zwischen Vätern und ihren Töchtern machen immer wieder Schlagzeilen. Im März verurteilte das Landgericht Koblenz einen Vater aus dem Westerwald wegen jahrzehntelangen sexuellen Missbrauchs zu vierzehneinhalb Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Er hatte seine Tochter, seine Stieftochter und deren Zwillingsbruder missbraucht. Unter anderem zeugte er mit der Stieftochter sieben Kinder. Der Inzesttäter aus dem österreichischen Amstetten wurde im März 2009 zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er seine Tochter jahrelang in einem Keller gefangen und tausendfach vergewaltigt hatte. Sie gebar sieben Kinder, von denen sechs überlebten.

Quelle: kreiszeitung.de

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