Update: Pfingstwetter eher durchwachsen

Tief Ivan in Niedersachsen: Bäume knicken um, Straßen sind überflutet

+
Sturmtief Ivan kann in Niedersachsen für Schäden sorgen.

Sturmtief Ivan hat vor Pfingsten das Sommerwetter durcheinander gewirbelt und etliche Schäden im Nordwesten Niedersachsens angerichtet. Die Feuerwehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus.

Update, Samstag, 18 Uhr: Ivan schüttelt Nordwesten durch

Ivan ließ etliche Bäume umstürzen. Straßen wurden überflutet und auf der Insel Norderney mussten Kitesurfer auf einen Start verzichten.

In Wirdum (Kreis Aurich) stürzte am Freitagabend ein Baum auf ein fahrendes Auto. Die 48 Jahre alte Fahrerin kam nach Polizeiangaben mit dem Schrecken davon.

Nach Gewitter und heftigem Wind in der Nacht zu Samstag musste die Feuerwehr in Peine zu einer überfluteten Straße ausrücken und verstopfte Gullyschächte reinigen. Zwei Bäume stürzten um und ein Altkleidercontainer wurde umgeweht.

In Landkreis Aurich folgten am Samstag zahlreiche Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume, die Fahrbahnen blockierten. In Spetzerfehn fiel ein Baum auf ein Haus. Die Feuerwehr sicherte den Bereich. Über den genauen Schaden wurde noch nichts bekannt.

Kitesurfer verzichten auf Starts auf Norderney

Der Sturm behinderte zudem das White Sands Festival der Kitesurfer und Beachvolleyballer auf der Nordseeinsel Norderney. Bei schwierigen Wetterbedingungen mit stürmischem Wind aus südlichen Richtungen mussten einige Kitesurf-Aktionen ausfallen

Eine große Müllsammelaktion auf Norderney fiel aus: Freiwillige wollten am Samstag zum Internationalen Tag der Ozeane den Strand von Plastikmüll säubern. Diese Initiative gegen den Meeresmüll im Nationalpark werde am Montag nachgeholt, sagte eine Rangerin der Nationalparkverwaltung.

Das Pfingstwetter zeigt sich weiter durchwachsen: Am Sonntag sollen nach einem Zwischenhoch im Westen erneut Wolken aufziehen, die gegen Abend Regen bringen. Mit einem neuen Tief erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Pfingstmontag eine ähnliche Wetterlage wie in den vergangenen Tagen.

Update, Freitag, 13 Uhr: Sturmtief Ivan kommt

Sturmtief Ivan wandert am Freitagnachmittag von Frankreich in den Westen Deutschlands. Auch an der Nordsee und in Teilen Niedersachsens können dann schwere Sturmböen und Gewitter auftreten, teilt der Wetterdienst „Wetter Online“ mit.

„Selbst Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten nahe 120 Stundenkilometer sind nicht ausgeschlossen“, erklärt Pressesprecher Matthias Habel. Es gebe ein hohes Potenzial für Unwetter. „Bis etwa Samstagnachmittag dauert der ruppige Sommersturm an“, so Habel weiter.

Meist freundlich bleibt es am Pfingstsonntag. Die Spitzenwerte liegen zwischen 21 und 29 Grad. Pfingstmontag kündigt sich wechselhaftes Wetter an. Für eine genaue Prognose ist es noch zu früh.

Update, Mittwoch, 14.30 Uhr: Warnungen aufgehoben

Der DWD hat die amtlichen Warnungen vor Gewittern in den Landkreisen Verden, Diepholz, in der Region Hannover, im Heidekreis und im Landkreis Schaumburg-Lippe aufgehoben. Lediglich in den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland sind am Abend schwere Gewitter möglich.

Laut den Metereologen von Wetter Online wird es heiß am Mittwochnachmittag. Temperaturen bis zu 31 Grad sind zum Beispiel im Landkreis Diepholz und der Region möglich. An der Nordseeküste sind es angenehme 20 Grad und Sonne pur.

Nachdem in Niedersachsen Tornados ausgeblieben sind, wirbelte der Wind heftig in Bocholt (NRW) und verursachte Schäden.

Update, Mittwoch, 13.20 Uhr: Warnung für weitere Landkreise

Die amtliche Warnung vor Gewittern ist bis 14.30 Uhr verlängert worden. Jetzt sind auch Gebiete der Region Hannover, der Landkreise Verden, des Heidekreises und des Landkreises Schaumburg-Lippe Warngebiet. Es können örtlich Windböen auftreten, so der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Update, Mittwoch, 12.15 Uhr: Warnung vor Gewittern

Nachdem sich die Warnungen vor schweren Gewittern am Dienstagabend in Niedersachsen größtenteils nicht bewahrheitet haben, gibt es neue amtliche Warnungen des Deutschen Wetterdienstes am Mittwoch.

Im südöstlichen Teil des Landkreises Diepholz und in weiten Teilen des Landkreises Nienburg kann es bis 13 Uhr zu Gewittern mit Windböen bis zu 60 Stundenkilometern - Windstärke 7 - kommen.

Im Landkreis Grafschaft Bentheim und in Teilen des Landkreises Emsland können von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen Unwetter mit schwerem Gewitter vorkommen. Allerdings seien die Prognosen noch sehr ungenau.

Dienstag: Unwetter in Niedersachsen bleiben aus

Update, 17 Uhr: Amtliche Warnung vor Windböen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt nun die erste amtliche Warnung für die Nordseeküste und die Stadt Bremerhaven heraus. Zwischen Dienstagabend, 22 Uhr, und Mittwochmorgen, 5 Uhr ist mit Windböen bis zu 55 Stundenkilometern - Windstärke 7 - zu rechnen. Der Wind komme aus südöstlicher Richtung.

Erstmeldung: Unwetter am Dienstagabend erwartet

Nach den ersten Gewittern am Montag, die schwere Unfälle in Niedersachsen verursacht haben, kommt die nächste Unwetterfront auf das Land zu. „Die Gewitter ziehen im Laufe des Dienstags vor allem Richtung Nordwesten“, sagte ein Meteorologe des DWD am frühen Dienstagmorgen. 

Gegen Abend sei in weiten Teilen Niedersachsens mit unwetterartigen Gewittern zu rechnen. Bis zu 28 Grad erwarten die Meteorologen am Dienstag. Deutlich kühler soll es dann erst gegen Donnerstag werden.

Hohes Unwetterpotenzial am Dienstagabend

Die Vorabinformation über schwere Gewitter gibt der DWD für Dienstagabend zwischen 18 und 2 Uhr in der Nacht heraus. Die Gewitter mit hohem Unwetterpotenzial ziehen von Benelux auf.

Dabei können orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Stundenkilometern und großer Hagel auftreten. Selbst das Auftreten einzelner Tornados sei laut DWD nicht ganz ausgeschlossen. Die Vorhersagen seien aber noch ungenau, erklären die Experten.

Zahlreiche Landkreise in Niedersachsen betroffen

Solch heftige Gewitter treten meist recht lokal auf. Genauere Angaben zum Verlauf des Gewitters werden mit der amtlichen Warnung herausgegeben, so der DWD.

In Niedersachsen können unter anderem folgende Landkreise von den Gewittern betroffen sein: Landkreise Diepholz, Verden, Rotenburg, Oldenburg und an der Nordseeküste. Auch die Städte Oldenburg, Osnabrück und Bremen liegen im möglichen Unwetterbereich.

Mit Material der dpa

Aktuelle Wettervorhersage

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare