Schnee und Glatteis: Zwei Tote und zahlreiche Verletzte bei Unfällen

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Zwei Menschen sterben im total zerstörten Autowrack, nachdem sich ihr Fahrzeug am Sonntag auf der glatten Autobahn in Höhe der Anschlussstelle Sittensen mehrfach überschlägt.

Bremen/Niedersachsen. Der Wintereinbruch im Norden hat für viele schwere Unfälle gesorgt. Zwei Menschen starben am Sonntag auf der glatten Autobahn 1 nachdem sich ihr Auto mehrfach überschlagen hatte. Zahlreiche Verletzte gab es bei winterlichen Unfällen.

Kräftige Schneefälle am Samstag bescherten dem Norden einen Wintereinbruch mit äußerst glatten Straßen. Mindestens zwei Tote, zahlreiche Verletzte und rund 23 000 Liter Milch auf der Straße: Das ist die Bilanz der winterlichen Straßenverhältnisse des Wochenendes in Niedersachsen.

In Dauelsen im Landkreis Verden krachte am Samstag ein 61-Jähriger nach einem Überholvorgang frontal gegen einen Baum. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Auf der gleichen Straße ereignete sich nur einen Tag später ein weiterer folgenschwerer Unfall, bei dem zwei Personen schwer verletzt wurden.

Schneefall und eine zum Teil vereiste Fahrbahn sorgte am Samstag,  in der Zeit von 10 Uhr bis 14 Uhr auf der Autobahn 1 zwischen Lohne  und Bremen-Brinkum  für eine Vielzahl von Unfällen. Insgesamt krachte es 14 Mal auf diesem Teilbereich.

Auf der Autobahn 1 bei Sittensen im Kreis Rotenburg (Wümme) verlor am Sonntag ein 46 Jahre alter Mann die Kontrolle über sein Auto. Der Wagen überschlug sich mehrfach und blieb auf den Gelände einer Firma stehen. Wie die Polizei mitteilte, kam für den Fahrer und seine 30 Jahre alte Beifahrerin jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der beiden feststellen.

Ein mit mehr als 400 Menschen besetzter Intercity (IC) ist am Samstagnachmittag in Lemförde mit Hilfe der Feuerwehr evakuiert worden. Die Passagiere hatten zuvor fast vier Stunden in dem Zug verharren müssen. Hier geht es zum Bericht.

Im Landkreis Cloppenburg verlor eine 21 Jahre alte Frau am Samstag auf der Autobahn 1 die Kontrolle über ihr Auto. Sie geriet auf der Überholspur ins Schleudern und knallte gegen einen Lastwagen. Wie die Polizei mitteilte, wurde die junge Frau schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

In Oldenburg kam es am frühen Samstagmorgen zu einem schweren Unfall: Auf schneeglatter Straße kam eine 36 Jahre alte Frau mit ihrem Wagen von der Straße ab. Zuerst prallte das Auto gegen einen Baum und wurde dann in einen Graben geschleudert. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befreite sich die 36-Jährige zunächst selbst aus dem Wrack, verlor aber dann das Bewusstsein und blieb im Graben liegen. Ein 34 Jahre alter Mann reagierte sofort, sprang ins Wasser und rettete der Schwerverletzten das Leben.

Im Stadtgebiet und im Landkreis Leer gab es am Samstag nach Angaben der Polizei 12 Unfälle mit mindestens zwei Verletzten. Der Wagen einer 26-Jährigen rutschte auf der Autobahn 31 bei Glätte gegen die Leitplanke. Ein 22 Jahre alter Fahrer verlor ebenfalls am Samstag auf der A31 die Kontrolle über sein Auto und knallte gegen die Mittelleitplanke. Seine 56 Jahr alte Beifahrerin wurde verletzt. Bei den weiteren Unfällen blieb es bei Blechschäden.

Zu einem Unfall der etwas anderen Art kam es am Sonntag auf der Bundesstraße 211 bei Brake im Landkreises Wesermarsch: Nach Angaben der Polizei verlor der Fahrer eines Milchlasters auf eisglatter Straße die Kontrolle über den Sattelzug. Der Lastwagen kippte um, die knapp 23 000 Liter Milch ergossen sich auf die Fahrbahn. Für die Bergung des Lasters und die Säuberung musste die Straße stundenlang gesperrt bleiben. Verletzt wurde niemand.

dpa

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