Hans-Heinrich Sander möchte Gorleben wie geplant zu Ende erkunden lassen

Umweltminister bringt Bunker-Lösung ins Spiel

Grünen Flächen markieren Tonvorkommen. · Grafik: Nabrotzky

Hannover - Auf der Suche nach einem Endlager für Atommüll kann sich Umweltminister Hans-Heinrich Sander auch eine zentrale Lagerung in ehemaligen Bunkeranlagen vorstellen.

„Langfristig wird die Sicherheit der Lager etwa vor Terroranschlägen eine besondere Rolle spielen“, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Wenn die Rückholbarkeit, wie jüngst von Ministerpräsident David McAllister (CDU) gefordert, zum wichtigsten Kriterium werde, sei die Fokussierung auf Salz als Wirtsgestein wie in Gorleben nicht mehr nötig.

„Dann wird Ton kommen, dann wird Granit kommen und dann ist ja auch die Frage, ob wir eine oberirdische Lagerung wollen“, betonte Sander. Das könne ein stillgelegtes Kernkraftwerk ebenso sein wie eine alte militärische Anlage irgendwo in Deutschland. „So eine Art Bunker-Lösung.“

Die jüngst von Regierungsberater Michael Sailer ins Gespräch gebrachte bundesweite Suche nach vier bis fünf Standortalternativen ist aus Sanders Sicht der falsche Weg. „So viele Brandherde halten wir nicht durch, dann kommen wir zu gar keiner Lösung.“ Sander plädierte stattdessen dafür, Gorleben wie geplant zu Ende zu erkunden.

„Wenn Gorleben nicht geeignet ist, dann ist Salz grundsätzlich nicht geeignet.“ Damit seien auch die Salzstöcke Wahn/Börger im Emsland, Lichtenhorst/Ahlden bei Nienburg und Lutterloh/Fassberg bei Celle abgelehnt. Lediglich wenn die Wahl auf Ton falle, sei Niedersachsen wegen der Vorkommnisse im Bereich Hildesheim Osnabrück wieder im Spiel. · dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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