Ulrich Jahr ist gestorben

Bremen/Scheeßel - Fast 20 Jahre lang erzählte Ulrich Jahr (68) jedem seine tragische Geschichte, auch als niemand mehr fragte. Fast 20 Jahre war Jahr dem Mörder seines Sohnes Stefan († 13) auf den Fersen.

Am 27. Februar wurde der Maskenmann Martin N. (41) dann zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt. Nur neun Tage später verstarb Ulrich Jahr nach Informationen der Bild-Zeitung. Bei einer Radtour soll der Familienvater gestürzt sein und aufgrund eines Herzinfarktes sofort tot gewesen sein.

Ulrich Jahrs Sohn Stefan wurde am 31. März 1992 aus einem Internat der Eichenschule in Scheeßel entführt. Der "Maskenmann" erwürgte den Jungen und verscharrte den Leichnam. Einen Monat später erst entdeckte eine Spaziergängerin den toten Jungen.

Nur wenige Wochen nach dem Mord im Jahr 1991 verteilte Jahr auf dem Schulhof der Eichenschule Flugblätter. Darin beschuldigte er einen Lehrer und den Schulleiter, an dem Mord beteiligt gewesen zu sein. Er vermutete immer mehr hinter den Taten, als vor Gericht zu Sprache kam. Erst im April 2011 fassten Sonderermittler Täter Martin N.. Der Hamburger Pädagoge und sogenannte Maskenmann muss wegen dreifachen Mordes und mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern lebenslänglich ins Gefängnis. pfa / mk

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