Tourismusverband: Aus für Brockenbahn nicht nachvollziehbar

Der Plan, den Westharz an das Netz der Ostharzer Schmalspurbahnen anzubinden, ist in gescheitert.

Braunlage - Mit scharfer Kritik hat der Vorsitzende des Harzer Tourismusverbandes (HTV), Goslars Landrat Stefan Manke, auf das Aus für den Anschluss Braunlages an die Brockenbahn im Ostharz reagiert.

Die Entscheidung der Verkehrsminister von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, den Bau der sechs Kilometer langen Trasse bis Elend aus finanziellen Gründen abzusagen, sei „nicht nachvollziehbar“, sagte Manke am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

„Jedem war vorher klar, dass Folgekosten entstehen würden“, sagte Manke. Statt ein für den Harzer Tourismus derart wichtiges Projekt einfach abzublassen, hätten sich die Minister mit den Betroffenen vor Ort zumindest vorher zusammensetzen können, um nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Die Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, Karl Heinz Daehre und Jörg Bode, hatten ihre am Donnerstag bekanntgegebene Entscheidung vor allem damit begründet, dass der Bau nicht - wie zuvor geschätzt - 11 Millionen, sondern 12,3 Millionen Euro kosten würde. Zudem würden durch den Betrieb jährlich etwa eine Million Euro Folgekosten entstehen.

Die Machbarkeitsstudie, der die Minister diese Zahlen entnommen haben, hätten die Verantwortlichen im Harz nicht zu sehen bekommen, kritisierte Manke. Trotz mehrfacher Bitten sei ihnen das Papier vorenthalten worden. „Wir wurden immer hingehalten“. Zudem sei es schlechter Stil, dass die Betroffenen vom Aus für den Anschluss Braunlages an das Netz der Schmalspurbahnen imOstharz (HSB) erst durch die Medien erfahren hätten.

Er hoffe, dass die im niedersächsiischen Landeshaushalt für den Bau der Trasse bereits angesetzten 5,5 Millionen Euro jetzt wenigstens in andere Tourismus-Projekte im Harz fließen, sagte Manke.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare