Toter Zwergwal liegt am Weserufer

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Toter Zwergwal liegt am Weserufer: Kadaver wird entsorgt

Nordenham - Spaziergänger haben einen toten Zwergwal am Weserufer bei Blexen (Kreis Wesermarsch) entdeckt. Das ausgewachsene Männchen ist rund 7,2 Meter lang und zeigt keine Spuren von äußeren Verletzungen. Der Zwergwal sei vermutlich seit ein bis zwei Wochen tot, sagte am Mittwoch Imke Zwoch von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Eine Gefahr durch explodierende Gase bestehe nicht.

Die genaue Todesursache wird nicht mehr untersucht, denn der tonnenschwere Kadaver soll bereits am Donnerstag in einer Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgt werden. Die Kosten trägt die Stadt Nordenham.

Funde von Zwergwalen sind an der deutschen Nordseeküste relativ selten, denn sie sind hier in den Gewässern normalerweise nicht heimisch. Im August war ein Walkadaver am Strand von List auf Sylt angespült worden. Im März trieb ein toter Zwergwal nahe der stark von Schiffen befahrenen Kadetrinne in der Ostsee. Das wohlgenährte und sechs Meter lange Weibchen starb an schwere Verletzungen durch eine Schiffsschraube. Möglicherweise hatte das Tier durch den Schiffslärm die Orientierung verloren.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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