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Tod eines 19-Jährigen nach Polizeieinsatz wirft weiter Fragen auf

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Ein Schild Polizei. In Polizei-Gewahrsam zusammengebrochen: 19-Jähriger stirbt.
Nach einem Polizeieinsatz in Delmenhorst Anfang März ist ein 19-jähriger Mann gestorben. Ein neues Gutachten wirft nun Fragen auf. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Tragischer Unglücksfall oder unverhältnismäßige Polizeigewalt? Bislang ist unklar, warum ein 19-Jähriger nach einem Polizeieinsatz in Delmenhorst starb.

Delmenhorst/Oldenburg (Niedersachsen) – Im Zusammenhang mit dem Tod eines 19-Jährigen nach einem Polizeieinsatz in Delmenhorst sind weitere Ungereimtheiten aufgetreten. Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung. Über die Anzahl der Beschuldigten ist derzeit nichts bekannt. Die Ermittlungen waren in Gang gekommen, nachdem die Familie des 19-Jährigen Strafanzeige gegen alle beteiligten Polizisten und Rettungskräfte gestellt hatte.

Die Polizei hatte den 19-Jährigen am 5. März im Delmenhorster Wollepark wegen möglichen Drogenkonsums kontrolliert*. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der die Beamten auch Pfefferspray einsetzten. Später in der Gewahrsamszelle brach der 19-Jährige zusammen. Er starb einen Tag später im Krankenhaus in Oldenburg. Während die Polizei von einem Unglücksfall ausgeht, erheben Angehörige und Freunde des Opfers schwere Vorwürfe gegen die Polizei. * nordbuzz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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