Tausende im Norden demonstrieren gegen Acta-Abkommen

+
Ein Mann mit Maske protestiert am Samstag am Steintor in Hannover gegen das Anti-Produktpiraterie-Abkommen ACTA, das aus Sicht der Kritiker Datenschutz und Freiheit im Internet gefährdet.

Bremen/Hannover - Im Norden haben am Samstag mehrere tausend Menschen gegen das Urheberrechtsabkommen Acta protestiert. In Bremen zogen nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen mit Plakaten und Transparenten durch die Innenstadt, um friedlich gegen den internationalen Anti-Piraterie-Pakt zu demonstrieren.

Viele von ihnen trugen Masken der Internet-Protestbewegung Anonymous. In Hildesheim kam es am Ende der Demonstration mit rund 100 Teilnehmern zu Rangeleien zwischen Anhängern der rechten und linken Szene. Diese seien aber schnell getrennt worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch in Hannover, Braunschweig, Bremerhaven Osnabrück und Oldenburg gingen der Polizei zufolge mehr als 2000 Menschen auf die Straße. Bis zum Nachmittag blieb dabei alles ruhig. Bereits vor zwei Wochen hatte es in zahlreichen europäischen Städten Anti-Acta-Proteste gegeben, an denen sich auch im Nordwesten viele beteiligten. In Hannover kam es dabei zu Auseinandersetzungen mit Störern aus der rechten Szene. Die Polizei nahm 26 Menschen in Gewahrsam. Die USA und Japan hatten den umstrittenen Handelspakt initiiert. Er soll die Rechte des geistigen Eigentums im Internet stärken. Nach anhaltenden Protesten haben mehrere EU-Länder die Ratifizierung ausgesetzt. Der Europäische Gerichtshof soll das Vertragswerk jetzt prüfen. Die Gegner kritisieren, dass Lobbyisten der Musik- und Filmindustrie Einfluss darauf genommen haben. Sie befürchten massive Einschnitte bei den Freiheitsrechten im Netz. dpa

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare