Taucher suchen vermissten Dreijährigen

Hann.Münden (dpa) - Taucher und Bootsbesatzungen haben am Sonntag zusammen mit rund hundert Rettungskräften vergeblich an der Werra bei Hann.Münden (Kreis Göttingen) nach einem knapp drei Jahre alten Jungen gesucht. „Ihn noch lebend zu finden erscheint ziemlich aussichtslos“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Das aus Süddeutschland stammende Kind war am späten Samstagnachmittag aus einem gekenterten Schlauchboot gefallen und abgetrieben. Nach der Tragödie suchten die Einsatzkräfte auch mit speziell ausgebildeten Hunden bis zum frühen Sonntagnachmittag zunächst erfolglos.

Ein 52 Jahre alter Bekannter der Eltern des Kindes war von einem Gartengrundstück am Werraufer aus mit dem Jungen in dem Schlauchboot zu einer Spazierfahrt gestartet. Warum das Boot in der starken Strömung plötzlich kenterte, konnte bisher nicht geklärt werden. Der Mann wurde nach dem Unfall in eine psychiatrische Klinik gebracht. Auch die Eltern des Kindes sind bisher nicht vernehmungsfähig.

Augenzeugen hatten noch beobachtet, wie der 52-Jährige vergeblich versucht hatte, hinter dem abtreibenden Kind her zu schwimmen und zu tauchen. Der Mann, der aus Hann.Münden stammt, wurde wenig später 700 Meter flussabwärts von Feuerwehrleuten auf einem Polder stehend gerettet.

Bereits am Abend war eine intensive Suchaktion mit hundert Helfern unterstützt von zwei Hubschraubern mit Wärmebildkameras gestartet. Sie musste bei einbrechender Dunkelheit gestoppt werden.

Quelle: kreiszeitung.de

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