Er wollte nach Lehrte

Suffkopp klettert zwischen Wagons – und säuft dort weiter

Lebensgefährliche Aktion in Peine: Weil er kein Zugticket hat, will ein Betrunkener als „blinder Passagier“ mitfahren – und versteckt sich zwischen Wagons.

Peine – Diese Suff-Aktion hätte ihm das Leben kosten können: Am Bahnhof in Peine klettert ein Betrunkener in der Nacht zu Mittwoch, 23. Juni 2021, zwischen zwei Wagons. Der Mann hatte kein Zugticket und wollte nach Lehrte fahren. Dann fährt der Zug los. Glücklicherweise sieht ein Zeuge die dämliche Aktion – und informiert die Bahn. Das berichtet die Bundespolizei.

Lebensgefährliche Aktion in Peine: Weil er kein Zugticket hat, will ein Betrunkener als „blinder Passagier“ mitfahren (Symbolbild)

Daraufhin legt der Zug nach einigen hundert Metern eine Notbremsung ein. Das Personal schaut nach dem Rechten – und findet den Mann zwischen zwei Waggons sitzend auf der Kupplung – in der Hand noch eine Flasche. Doch statt sich zu freuen, dass ihm wahrscheinlich gerade das Leben gerettet wurde, pöbelt der Suffkopp die Bahnangestellten an und bedroht sie. Er will von der Kupplung nicht runterkommen.

Betrunkener will zwischen Bahnwagons nach Lehrte fahren, landet in Zelle

Die Bundespolizei muss anrücken. Die Beamten nehmen den Betrunkenen in Gewahrsam. Den Angaben zufolge war der Mann erst kurz zuvor in Peine aus dem Zug geworfen worden, da er für seine Fahrt von Braunschweig nach Lehrte keinen Fahrschein hatte. Der Mann muss nun unter anderem mit Anzeigen wegen Erschleichens von Leistungen, Bedrohung und einer Betriebsgefährdung rechnen.

Immer wieder hat die Bundespolizei Ärger mit problematischen Fahrgästen: etwa mit einem Maskenverweigerer von der AfD. In Ganderkesee wurden Beamte von einem Betrunkenen als Rassisten beleidigt und angespuckt. In Frankfurt geht ein Jugendlicher auf eine Schaffnerin los. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte

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