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Orkan „Niklas“ wütet - Bahn stellt Regionalverkehr in Niedersachsen ein

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Hannover - Sturmtief „Niklas“ wütet seit Dienstagmorgen in Niedersachsen und Bremen. Mit Spitzenböen von rund 150 Kilometern pro Stunde ist „Niklas“ mittlerweile zum Orkan geworden und hat sich zu einem der schwersten Stürme der vergangenen Jahre entwickelt. Die Ereignisse im Überblick:

+++ Hier finden Sie eine aktuelle Zusammenfassung der Ereignisse des Tages: Sturmtief hat Niedersachsen im Griff - Bahnverkehr eingestellt

+++ Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit einer Entspannung der Wetterlage. Die schlimmsten Sturmböen des Orkantiefs „Niklas“ seien bereits über das Land hinweggefegt, sagte ein DWD-Meteorologe am Dienstagabend. Zur Nacht hin werde sich die Wetterlage vermutlich entspannen. Der Sturm werde voraussichtlich Richtung Osten abziehen. Zwar könnten in der Nacht noch Gewitterschauer und schwere Sturmböen auftreten. „Werte wie in den vergangenen Stunden werden wir aber nicht mehr erreichen“, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Die Deutsche Bahn hat den Regionalverkehr in Niedersachsen wegen des schweren Sturms eingestellt. Damit solle die Sicherheit der Fahrgäste gewährleistet werden, teilte die Bahn am frühen Dienstagabend mit. Weitere Informationen erhalten Sie hier. Auch die NWB hat einen Großteil des Zugverkehrs eingestellt. Welche Züge fahren und welche nicht, erfahren Sie auf der Internetseite des Unternehmens.

+++ Im Kreis Minden-Lübbecke mussten Polizei und Feuerwehr bis zum frühen Nachmittag bereits zu 60 Einsätzen wegen des Sturms ausrücken.

+++ Dramatisch sah es zeitweise auf der Autobahnbrücke der A29 bei Oldenburg aus. Es bestand die Gefahr, dass ein umgewehter Anhänger von der 26 Meter hohen Huntebrücke in den Fluss stürzt. Helfer konnten das Gespann rechtzeitig bergen.

+++ Möglicherweise durch eine Windböe ist ein Lastwagen mit einem Bus mit 17 Kindern bei Diepholz zusammengekracht.

+++ Der Sturm hat die S-Bahn im Raum Hannover lahmgelegt. Zur Sicherheit der Fahrgäste sei der S-Bahn-Verkehr am Dienstagnachmittag komplett eingestellt worden, teilte die Deutsche Bahn mit. Darüber hinaus sei im gesamten Regionalverkehr der Bahn mit Zugausfällen und Verspätungen zu rechnen. Auf der Strecke zwischen Hannover und Bremen kam es wegen einer Oberleitungsstörung zwischen Nienburg und Eystrup zu erheblichen Verspätungen. Die Bahn richtete dort einen Ersatzverkehr mit Bussen ein.

+++ Auch im Landkreis Rotenburg tobt „Niklas“ – bislang allerdings weitgehend ohne größere Auffälligkeiten.

+++ Bei Osnabrück haben drei umgestürzte Bäume derweil einen mit rund 350 Passagieren besetzten Intercity-Zug gestoppt

+++ Heftige Böen warfen im Freistätter Ortsteil Sprekelshorst (Landkreis Diepholz) einen Baum um.

+++ Aus Sicherheitsgründen blieben der Zoo in Hannover und die Bremer Osterwiese geschlossen.

+++ Die Folgen des Sturmtief „Niklas“ waren unter anderem im Fährverkehr zu den ostfriesischen Inseln zu spüren. Dort fielen Schiffe aus, in manchen Fällen verschoben sich die Abfahrtszeiten. Die Verbindung zwischen Cuxhaven und der Hochseeinsel Helgoland fiel komplett aus.

+++ Das Sturmtief hat auch am Dienstagvormittag im Kreis Minden-Lübbecke für mehrere Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt.

"Niklas" wird zum Orkan und trifft den Verkehr

+++ In der Ortschaft Coppenbrügge im Landkreis Hameln-Pyrmont sind am Dienstagmorgen mehrere Bäume auf Bahngleise gestürzt. Der Lokführer eines Regionalzugs konnte nicht mehr bremsen und fuhr auf das Hindernis auf. Die 16 Insassen der Nordwestbahn wurden dabei nicht verletzt. Die Gleise wurden wenig später geräumt. Wie die Feuerwehr am Dienstag mitteilte, beschädigten die starken Sturmböen zudem rund 40 Häuser in Coppenbrügge. „Das war ein stürmischer Morgen“, sagte Ortsbrandmeister Andreas Korth. Der Sturm habe in einer Schneise Dachziegel abgerissen.

Allgemeine Informationen

Mit Spitzenböen von rund 150 Kilometern pro Stunden ist Sturmtief „Niklas“ am Dienstag zum Orkan geworden. Es sei einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Der DWD gab Unwetterwarnungen für große Teile des Landes heraus.

mib/pfa/dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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