Emsland

Streit auf Campingplatz eskaliert: Brite versucht Mitarbeiter zu töten

Auf einem Verkehrsschild steht „Campingplatz“, daneben montiert ein Polizeiauto vor einem Polizeiabsperrband.
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Auf einem Campingplatz im Emsland soll ein Brite versucht haben, einen Mitarbeiter der Anlage zu töten. (kreiszeitung.de-Montage)

Auf einem Campingplatz im Emsland hat es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gegeben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags.

Emsbüren – Auf einem Campingplatz in Emsbüren (Landkreis Emsland) ist es bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen zu einem versuchten Totschlag gekommen. Wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück in einer Pressemitteilung erklärt, soll sich die Tat bereits in der Nacht vom 23. auf den 24. September 2021 ereignet haben. Beteiligt an der Auseinandersetzung war eine Gruppe von Mitarbeitern des Campingplatzes und eine Reisegruppe aus Irland.

Gemeinde in Niedersachsen:Emsbüren
Fläche:139,38 Quadratkilometer
Einwohner:10.300 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:05903
BürgermeisterBernhard Overberg (parteilos)

Wie es in dem Bericht der Staatsanwaltschaft heißt, sei es im Verlauf der Streitigkeiten auch zu Bedrohungen gekommen. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen dabei Messer und mindestens eine Schusswaffe eingesetzt worden sein.

Streit auf Campingplatz in Emsbüren eskaliert: Brite überrollt Mitarbeiter mit einem „Land Rover“

Als die irische Gruppe den Campingplatz verlassen wollte, versuchte ein 43-Mitarbeiter des Campingplatzes dieses zu verhindern. Nach den bisherigen Ermittlungen soll der Mitarbeiter dabei durch einen 33-jährigen Briten mit dessen Auto der Marke „Land Rover“ zunächst gezielt angefahren worden sein.

Als der 43-Jährige schließlich auf dem Boden lag, soll der Brite ihn mit dem Fahrzeug auf dem Boden liegend überrollt haben. Wie es vonseiten der Staatsanwaltschaft heißt, habe dabei der Fahrer den Tod des Mitarbeiters zumindest billigend in Kauf genommen. Der alkoholisierte Beschuldigte entfernte sich anschließend vom Tatort, konnte jedoch wenig später durch die Polizei ermittelt und festgenommen werden.

Streit auf Campingplatz in Emsbüren eskaliert: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Totschlags

Nach Aufgreifen des Beschuldigten durch Polizeikräfte wurde bei ihm eine Schussverletzung in der Brust festgestellt, die medizinisch versorgt werden musste. Wie es zu dieser Verletzung kam, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück wurde der beschuldigte Brite bereits am Samstag, 25. September 2021, der Haftrichterin am Amtsgericht Lingen vorgeführt. Diese erließ schließlich einen Haftbefehl, unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

Der 43-jährige Mitarbeiter des Campingplatzes erlitt bei der Attacke diverse Knochenbrücken, die operativ im Krankenhaus behandelt werden mussten. Der Gesundheitszustand des Mannes ist weiterhin kritisch. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Auseinandersetzung, deren genauen Verlauf und der Motivlage dauern an.

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