Nur mit Corona-Test

Sommerurlaub an der Nordsee: So kommen Gäste sicher auf die beliebten Inseln

Wenn schon nicht Mallorca, dann eben Borkum oder Langeoog. Wie Urlaub auf den Ostfriesischen Inseln möglich sein kann, haben die sieben Inselgemeinden erarbeitet. Nun ist die Landesregierung am Zug das Konzept zu genehmigen.

Die Ostfriesischen Inseln haben der niedersächsischen Landesregierung ein Öffnungskonzept vorgelegt. Die Vorschläge zielen auf eine dauerhafte Öffnung des Tourismus bei gleichzeitiger Kontrolle des Infektionsgeschehens, hieß es in einer Pressemitteilung am Dienstag. Es beinhaltet alle touristischen Beherbergungs- sowie Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe und Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Im ersten Schritt soll es nur um den Übernachtungstourismus gehen, nicht um Tagesausflügler. Damit unterscheidet sich das Projekt von den aktuell benannten Modellregionen in Niedersachsen, in denen keine touristischen Übernachtungen vorgesehen sind.

Urlaub 2021 auf Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge

Im Zentrum der Öffnungsstrategie steht ein Testkonzept, das neben den Gästen auch die Insulaner und Beschäftigten im Tourismus berücksichtigt. Übernachtungsgäste – und in der zweiten Öffnungsphase auch Tagesgäste – müssen bei der Anreise vom Festland einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorweisen. Andernfalls darf der Gast nicht auf die Insel kommen. Eine ähnliche Idee hatte bereits der Sylter Bürgermeister Nikolas Häckel.

Das Pilotprojekt der sieben Ostfriesischen Inseln wurde mit wissenschaftlicher Begleitung ausgearbeitet. Alle Gäste werden etwa 48 Stunden nach ihrer Anreise nochmals einem Antigen-Schnelltest unterzogen. Erst nach dem zweiten negativen Test ist die Nutzung aller touristischen Angebote möglich. Deutlich weiter sind einige Orte an der Ostsee, wie 24hamburg.de* berichtet.

Sommerurlaub an der Nordsee mit QR-Code

Eine lückenlose Test- und Nachverfolgungskette ist nur mit digitaler Unterstützung zu realisieren. Es werde daher eine digitale Lösung angestrebt, die personenbezogene Daten mit Testergebnissen und ihrer Gültigkeitsdauer verknüpft. So kann dem Gast über einen App-generierten QR-Code Zutritt zu touristischen Leistungen gewährt werden und gleichzeitig wird eine Nachverfolgung der Kontakte vereinfacht. Des Weiteren soll es für Gäste ohne Smartphone auch eine Lösung geben. Wie diese aussehen könnte, dazu wurden keine Angaben gemacht.

Die sieben ostfriesischen Inselgemeinden schreiben in der Mitteilung: „Bei der Umsetzung hat der Infektionsschutz und damit die Sicherung der Qualität aller Prozesse und Maßnahmen höchste Priorität.“ Die Ostfriesischen Inseln bieten sich aufgrund ihrer Erreichbarkeit nahezu ausschließlich mittels des Fährverkehrs in besonderer Weise für ein solches Vorhaben an.

Relaxen auf einer der ostfriesischen Inseln. Dies soll bald wieder möglich sein.

Ziel des Vorhabens ist es, unter Reallabor-Bedingungen die Effekte einer kontrollierten Öffnung des Tourismus zu erfassen und engmaschig anhand von definierten Kriterien zu monitoren. Den integrierten Einsatz sämtlicher Gestaltungsparameter, wie digitaler Systeme der Verarbeitung von personenbezogenen Daten und deren Übermittlung an die Gesundheitsämter, umfassender Testkonzepte sowie angepasster Hygiene- und Schutzmechanismen, zu erproben und für ganz Niedersachsen sowie im bundesweiten Maßstab Erfahrungen zu teilen. Und damit perspektivisch eine sichere Öffnung des Tourismus auch in anderen Destinationen zu ermöglichen. Denn eine

Erarbeitet haben das Konzept die Tourismusorganisationen, Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Gaststättenverband DEHOGA. Fachlich begleitet das Vorhaben der Virologe Prof. Dr. Dittmer des Universitätsklinikums Essen. Für die wissenschaftliche Begleitforschung wird das „Center for Innovation and Sustainability in Tourism (C.I.S.T.) unter der Leitung von Prof. Dr. Ines Carstensen und Prof. Dr. Edgar Kreilkamp eingebunden, heißt es in einer Mitteilung.

Ostfriesischen Inseln: Sieben Orte für den Sommerurlaub

Die Ostfriesischen Inseln sind eine Gruppe deutscher Nordseeinseln. Sie liegen aufgereiht vor der niedersächsischen Festlandsküste. Zu der Gruppe gehören: Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Die Inseln verfügen zur Seeseite hin über Sandstrände. Der zum Festland zugewandten Seite hin haben sie Salzwiesen, die zum Watt übergehen. dpa/awt *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Roger Richter

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