Wechselhafter Sommer

Sicher ist nichts: Wetter bleibt unbeständig

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Hannover/Hamburg - Wechselhaftes Wetter mit feuchter Wärme und Gewittern, dann wieder etwas Abkühlung: Ein richtiger Bilderbuchsommer mit tagelangem Blau am Himmel und molligen Badetemperaturen ist für Norddeutschland vorerst nicht in Sicht.

„Eine Prognose über einen längeren Zeitraum als sieben Tage lässt sich aber eigentlich auch nicht machen“, sagte Meteorologe Rüdiger Hartig vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Hamburg. Danach ist derzeit kein stabiles Hochdruckgebiet über mehrere Tage erkennbar. „Und wenn neue Tiefs aus Westen durchrauschen, haben wir alle zwei Tage wieder anderes Wetter“, sagte Hartig. 

Von früher veröffentlichten Jahreszeitenvorhersagen ist der Wetterdienst abgerückt, weil die Trefferquote bei diesen langfristigen Aussichten einfach zu gering war. „Selbst eine Vorhersage über drei, vier Wochen ist schon schwierig genug“, sagte Hartig. Der rasche Wechsel erlaube daher auch keine seriösen Aussagen zum Trend für den Sommer 2017: „Dafür ist das System zu chaotisch.“ 

Große regionale Unterschiede

Mit jedem Tief kommen neue Kalt- und Warmfronten, danach ein Zwischenhoch, dann wieder eine weitere Front. Und das ist auch noch regional stark unterschiedlich. „Jetzt war es gerade in Mecklenburg-Vorpommern im Nordosten superschön, im Süden gab es dagegen ordentlich Gewitter“, sagte Hartig. Da hilft dann auch nicht die alte Bauernregel: „Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag.“ Für den Wetterexperten ergibt das kein klares Bild: „Alles ist möglich.“

„Das Wetter im Harz bleibt durchwachsen“, sagte auch Matthias Glenck von der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf dem Brocken. Es werde Regen, Wind, zwischendurch aber auch mal etwas Sonne geben. Hoffnung auf dauerhaft schönes Sommerwetter könne er Urlaubern zumindest vorerst nicht machen, sagte Glenk. „Es bleibt erst einmal so, wie es jetzt ist.“ Einen Trost hat er allerdings: Schneien werde es selbst auf dem 1141 Meter hohen Brocken nicht.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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