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So verhalten Sie sich richtig, wenn ein Geisterfahrer entgegenkommt

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Von: Johannes Nuß

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Immer wieder gibt es im Verkehrsfunk die Nachricht: Geisterfahrer beziehungsweise Falschfahrer unterwegs im Straßenverkehr. So verhalten Sie sich richtig.

München – Diese Verkehrsmeldung gibt es beinahe täglich im Verkehrsfunk deutscher Radiosender für Verbraucher: „Achtung, Falschfahrer unterwegs.“ Oft enden solche Trips in einem Unfall, nicht selten werden bei einem durch einen Geisterfahrer verursachten Unfall auch Menschen getötet. Viele Autofahrer wissen nicht, wie sie sich in einer solchen Situation verhalten sollen. Generell gilt: Ruhig und besonnen bleiben, keine hektischen Reaktionen. Hält man sich an diese drei goldenen Regeln, dann ist man schon ein ganzes Stück auf der sicheren Seite. Denn durch eine hektische Reaktion am Steuer kann schnell ein vermeidbarer Unfall verursacht werden.

Begegnung mit Falschfahrer oder Geisterfahrer vermeiden: Vor der Autofahrt das Radio einschalten

Um eine Begegnung mit einem Geisterfahrer oder einem Falschfahrer möglichst zu vermeiden, rät der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V. (ADAC), vor der Autofahrt das Radio einzuschalten. So bekommt man die Verkehrsmeldungen mit und weiß, wenn vor einem Falschfahrer gewarnt wird. Wer das Radio Data System (RDS) an seinem Radio nutzt, bekommt dann sogar die Verkehrsnachrichten, wenn man keine Musik hört. Dafür muss das Radion aber wenigstens in minimaler Lautstärke eingeschaltet sein. Kommen Verkehrsmeldungen, stellt sich das Radion automatisch laut.

Eine Anzeige warnt vor einem Falschfahrer.
Immer wieder gibt es im Verkehrsfunk die Nacht: Geisterfahrer beziehungsweise Falschfahrer unterwegs im Straßenverkehr. So verhalten Sie sich richtig. © Frank Leonhardt/dpa/Archiv

Neben dem Verkehrsfunk verfügen auch viele Navigationssysteme über eine Warnfunktion, wenn ein Falsch- oder Geisterfahrer unterwegs ist. Wer beides im Auto nutzt, sollte somit auf der sicheren Seite sein, dass er die Meldung auch mitbekommt. Hört man eine Meldung, dass ein Falschfahrer unterwegs ist, rät der ADAC sich wie folgend zu verhalten:

So verhalten Sie sich richtig, wenn ein Geisterfahrer oder Falschfahrer entgegenkommt

Wie der ADAC weiter mitteilt, sei die häufigste Ursache für einen Falsch- oder Geisterfahrer falsches Auffahren oder Wenden auf der Autobahn. Aber auch eine ungünstige Beschilderung oder Straßenverlauf können dafür sorgen, dass ein Autofahrer in den Gegenverkehr gerät. Weitere Ursachen können schlechte Sicht, Orientierungsprobleme oder Ablenkung sein. Es ist also schnell passiert, dass man selber zum Geister- oder Falschfahrer wird. Bemerkt man, dass man selber im Gegenverkehr unterwegs ist, rät der ADAC zu folgendem Verhalten:

Die meisten Falsch- oder Geisterfahrer sind laut ADAC am Sonntag (21 Prozent) und Samstag (19 Prozent) unterwegs. Unter der Woche ist also die Gefahr, auf einen Falschfahrer zu treffen, schon einmal wesentlich geringer. Dies mag mit der Tatsache verbunden sein, dass am Wochenende zum einen die meisten Autofahrer unterwegs sind, aber auch die unerfahrensten Autofahrer, da am Wochenende weniger Pendler unterwegs sind.

Begegnung mit Falschfahrer oder Geisterfahrer vermeiden: Am Wochenende sind die meisten unterwegs

Zwischen Montag und Freitag halten sich die Angaben des ADAC die Waage, sodass an diesen Tagen zwischen 11 und 13 Prozent der Falsch- oder Geisterfahrer unterwegs sind. Zwischen 5 und 10 Uhr am Morgen ist es statistisch gesehen am unwahrscheinlichsten, auf einen Geisterfahrer zu treffen, die höchste Wahrscheinlichkeit besteht abends oder nachts, wenn es dunkel ist. Auch eine geschlechtliche Einordnung von Falsch- und Geisterfahrern hat der ADAC vorgenommen. Demnach sind rund drei Viertel der Falschfahrer männlich.

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