Zahl der Impfungen steigt

Corona-Impfungen: Impftermin beim Hausarzt – so funktioniert‘s

Immer mehr Hausärzte helfen beim Impfen. Wie man an einen Impftermin beim Arzt oder bei der Ärztin des Vertrauens kommt und Stand der Impfungen in Niedersachsen.

Immer mehr Männer und Frauen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg lassen sich vom Hausarzt gegen das Coronavirus impfen. Allein in Niedersachsen haben niedergelassene Mediziner und Ärzte mehr als eine halbe Million Menschen geimpft. Stand 3. Mai wurden 514.294 Impfdosen gespritzt. „Davon 30.981 Zweitimpfungen“, sagte Detlef Haffke, Sprecher der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN). „Wir gehen davon aus, dass in dieser Woche 288.000 Impfstoffdosen geliefert worden sind, die auch verimpft werden“, so Haffke weiter. In der zweiten Maiwoche solle noch einmal genauso viel Impfstoff an die Praxen geliefert werden.

Corona-Impfungen: Anrufe beim Hausarzt sollten vermieden werden

Die Corona-Schutzimpfungen bieten derzeit etwa 54 Prozent der Hausärzte und etwa acht Prozent der Fachärzte an, wie die KVN mitteilte (Stand 30. April). Seit wenigen Wochen verfügen auch Hausarzt-Praxen über Impfstoff, sodass noch mehr Menschen die schützende Spritze erhalten können. Der Großteil geht immer noch an die 50 Impfzentren im Land.

Wer vom Land eingeladen wird, sich impfen zu lassen, hat die Wahl. Die Männer und Frauen können einen Termin bei einem Arzt buchen oder sich über das entsprechende Impf-Portal Niedersachsens registrieren. Über die Homepage bekommt man einen Termin in dem zuständigen Impfzentrum, so Michael Schmitz von KV in Verden.

Anrufe beim Hausarzt, um nach einem Termin zu fragen, sollten vermieden werden. „Wir möchten alle Bremerinnen und Bremer bitten, das zu lassen! Wir hoffen sehr, dass es nicht zu einer Anrufwelle in den Praxen kommt“, sagte Bernhard Rochell, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen bereits Anfang April. Einige Praxen bieten auf ihren Webseiten auch ein Meldeformular an. So können Patienten ihren Impfwunsch dort hinterlegen. Die KV in Hamburger schreibt auf ihrer Homepage: „Die Praxen dürfen Nachrückerlisten unterhalten, damit bei kurzfristigen Absagen keine Impfdosen verloren gehen.“

Immer mehr Männer und Frauen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg lassen sich vom Hausarzt impfen.

Grundsätzlich gilt auch für die Arztpraxen die vom Bundesgesundheitsministerium festgelegte Impfreihenfolge. Arztpraxen sind jedoch etwas flexibler bei der Terminvergabe als Impfzentren: Um etwa zu vermeiden, dass Impfstoff vernichtet werden muss, können Hausärzte von der Priorisierung abweichen. Die Vergabe der Impftermine handhabt jede Praxis anders. Viele Hausärzte gehen auf diejenigen zu, für die eine Impfung infrage kommt. Schließlich kennen sie die Krankenakte. Oft wenden sich die Hausärzte aktiv an ihre Patienten und laden diese zur Impfung ein. Allerdings schlagen mittlerweile manche Ärzte Alarm: Die Mengen an Biontech-Impfstoff reichen nicht aus, um genug Corona-Erstimpfungen durchzuführen*. Anders sieht es in Bremen aus: Hier wurden kurzfristig 2.000 zusätzliche Impftermine vergeben*.

Corona: Stand bei den Impfungen

Detlef Haffke zufolge werden in den Praxen teilweise schon Angehörige der dritten Prioritätsgruppe berücksichtigt. Zur Gruppe drei zählen unter anderen über 60-Jährige, Polizisten, Feuerwehrleute und Personal im Einzelhandel. Eine Terminanmeldung über das zentrale Portal für die Impfzentren ist bisher zwar für über 60-Jährige, aber nicht für alle in der Gruppe 3 möglich.

In Niedersachsen sind inzwischen 30,1 Prozent der Einwohner mindestens einmal gegen Covid geimpft* worden. Das entspricht mehr als 2,3 Millionen Männer und Frauen. kreiszeitung.de, nordbuzz.de und 24Hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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