Schwere Zusammenstöße zwischen Castor-Gegnern und Polizei

Gorleben - Zwischen gewaltbereiten Castor-Gegnern und der Polizei ist es am Sonntagnachmittag im Wendland zu schweren Zusammenstößen gekommen.

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Vermummte Gruppen hätten sich nahe des Bahnhofs Leitstade einen Schlagabtausch mit den Einsatzkräften geliefert, berichtete ein Augenzeuge hundert Meter von der Schienenstrecke im Wald entfernt. Polizisten seien mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen worden, Wurfgeschosse seien auch auf eine Reiterstaffel der Polizei geflogen.

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Es herrsche eine „diffuse Lage“, sagte ein Polizeisprecher. Ein Journalist am Ort berichtete von gefährlichen Situationen. Die Polizei soll Wasserwerfer in dem Waldgebiet postiert haben.

Gleichzeitig haben Atomkraftgegner damit begonnen, die Zufahrtsstraße zum Zwischenlager in Gorleben zu blockieren. Die elf Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll müssen die Stelle passieren, um das wenige hundert Meter entfernte Zwischenlager zu erreichen. Zunächst hätten sich 173 Demonstranten am Ortseingang auf den Boden gesetzt, bestätigte ein Sprecher der Polizei.

Da die Versammlung nicht angemeldet sei, hätten die Einsatzkräfte umgehend per Lautsprecher zur Räumung der Landstraße aufgerufen. Die Atomgegner gaben sich jedoch kämpferisch. „Wir sind entschlossen, nicht freiwillig zu weichen“, teilte eine Sprecherin von „X-tausendmal quer“ mit. Nach Angaben der Organisatoren wollen mehr als 1000 Atomkraftgegner an der Sitzblockade teilnehmen.

dpa

 

Quelle: kreiszeitung.de

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