Schweinehalter fürchten um ihre Existenz

Oldenburg - Ackerbauer und Milchviehhalter haben in Niedersachsen zumeist ein zufriedenstellendes Wirtschaftsjahr hinter sich. Extrem schlecht geht es dagegen den Schweine- und Geflügelzüchtern, sagte der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje, am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz in Oldenburg.

„Schweinehalter müssen im zweiten Jahr in Folge um ihre Existenz fürchten.“ Insgesamt betrachtet seien die meisten landwirtschaftlichen Betriebe aber rentabel.

Ein durchschnittlicher Haupterwerbsbetrieb erzielte mit einem Ergebnis von knapp 57 000 Euro etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr. „Allerdings erreichten nicht alle Betriebe das 50 000-Euro-Ergebnis, das nötig ist, um mittelfristig wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Schwetje. So hätten viele Mastbetriebe unter den stark schwankenden Ausschlägen des Marktes gelitten. Zudem sei der Ferkelpreis mit durchschnittlich 43 Euro um sieben Prozent unter den schon viel zu niedrigen Vorjahreswert gefallen.

Für die Ackerbauern begann das Wirtschaftsjahr vielversprechend. Zwar brachte die Ernte 2010 nur durchschnittliche Erträge, auf den internationalen Märkten konnten aber gute Getreide- und Kartoffelpreise erzielt werden. Ein noch besseres Resultat verhinderten die um 30 Prozent gestiegenen Rohöl- und Düngemittelpreise. Insgesamt steigerten die Ackerbaubetriebe ihre Ergebnisse um 45 Prozent auf durchschnittlich je 77 700 Euro.

Für Freude sorgte bei den Milchviehhaltern der Anstieg des Milchpreises auf 33,7 Cent je Kilogramm. Das waren 27 Prozent mehr als im Wirtschaftsjahr 2009/2010. Die Mehrerlöse wurden jedoch durch gestiegene Futtermittelkosten geschmälert. Immerhin erwirtschaftete ein durchschnittlicher Milchviehbetrieb aber noch ein Ergebnis von 74 000 Euro, das waren über 50 Prozent mehr als im Vorjahr.  dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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