Meilenstein für den Tierschutz

Schnabelkürzen bei Legehennen ab 1. Januar verboten

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Hannover - Bei Millionen von Küken bleibt künftig in Niedersachsen der Schnabel dran. Im Agrarland Nummer 1 ist vom 1. Januar an das Schnabelkürzen bei Legehennen verboten.

„Das Ende des Amputierens eines Teils des Schnabels ist ein wichtiger Meilenstein für den Tierschutz in der Nutztierhaltung", sagte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) am Freitag laut Mitteilung. Das Ministerium hatte bereits 2013 gemäß des niedersächsischen Tierschutzplans die erteilten Ausnahmegenehmigungen bis Ende 2016 befristet. 

In Niedersachsen werden rund 18 Millionen Legehennen gehalten. Übliche Praxis in der konventionellen Legehennenhaltung bei fast allen Küken ist routinemäßig das Kürzen der Schnabelspitzen. Damit soll gegenseitiges Federpicken verhindert werden. 

Der Schnabel beim Geflügel sei ein sehr empfindliches Tastorgan, sagte Meyer. Bei Kürzungen könne es zu Geschwulsten kommen, verbunden mit starken Schmerzen. „Dieses Tierleid müssen wir verhindern. Daher haben wir diese grausame Praxis zum Jahresende verboten." 

Die Bundesregierung hat nach seinen Angaben trotz Drängens der Länder auf eine einheitliche rechtliche Regelung im Tierschutzgesetz verzichtet.

dpa

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Quelle: kreiszeitung.de

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