Sander für längere Laufzeiten von Atommeilern

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Eine Bechränkung der Laufzeit auf Jahreszahlen machen für Hans-Heinrich Sander keinen Sinn.

Hannover - Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) ist für deutlich längere Laufzeiten von Atomkraftwerken.

„Die Planungen sollten sich generell nicht an Jahreszahlen, sondern an Sicherheitsfragen orientieren“, sagte Sander am Montag in Hannover. Eine Begrenzung auf 32 Jahre mache keinen Sinn. Die Atomkraft sei als Brückentechnologie auch in Zukunft wichtig, um die Energieerzeugung aus eigener Versorgung sicherzustellen, sagte Sander. Zur Verlängerung der Laufzeiten müsse das derzeitige Sicherheitskonzept überarbeitet werden.

Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche neue Prüfaufträge für verlängerte Laufzeiten einzelner Atommeiler von bis zu 60 Jahren angekündigt. 1990 hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung entschieden, das 2022 der letzte deutsche Reaktor vom Netz gehen soll.

Aus der Sicht von Sander muss von der Bundesregierung bis zum Herbst ein Energiekonzept für die nächsten 40 Jahre vorgelegt werden. Darin müsse neben der Endlagerung der radioaktiven Abfälle auch geplant werden, wie die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden können und sollen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte in diesem Monat angekündigt, die seit zehn Jahren stillliegende Erkundung des Salzbergwerks Gorleben im Wendland weiterführen zu wollen. Daraufhin hatten Atomgegner massive Proteste angekündigt.

Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) war in seinem Osterurlaub nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Da eine Verlängerung der Laufzeiten nur über den Bundesrat entschieden werden kann, ist der Ausgang der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010 entscheidend. Derzeit haben CDU und FDP regierte Länder hier die Mehrheit.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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