Regionalbahn-Streik bremst den Norden aus

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Lokführer der regionalen Konkurrenten der Deutschen Bahn streikten am Montag.

Hannover (lni) - Mit einem ganztägigen Streik haben Lokführer der regionalen Konkurrenten der Deutschen Bahn am Montag auch in Niedersachsen und Bremen für erhebliche Behinderungen gesorgt. Besonders betroffen waren die Verbindungen der Metronom-Bahn auf den Strecken von Hamburg nach Bremen, Cuxhaven und Göttingen.

Bei der NordWestBahn kam es indes nur zu vereinzelten Zugausfällen zwischen Wilhelmshaven und Essens sowie Osnabrück. Bei der eurobahn fielen einige Fahrten zwischen Hildesheim und Löhne aus. Dies teilten Sprecher der Bahngesellschaften mit.

Zu den Streiks aufgerufen hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die eine einheitliche Bezahlung bei der Deutschen Bahn und ihren Konkurrenten erreichen will und eine fünfprozentige Lohnerhöhung verlangt. Der Streik hatte um 2.30 Uhr begonnen und sollte 24 Stunden dauern, wie ein GDL-Sprecher erklärte. Nachdem bei vorangegangenen Streiks sämtliche Bahnen betroffen waren, war der Verkehr der Deutschen Bahn diesesmal nicht beeinträchtigt.

Mit der DB hatte die GDL wieder Verhandlungen aufgenommen. Die Metronom-Eisenbahngesellschaft, größter Konkurrent der Deutschen Bahn in Niedersachsen, zeigte sich verwundert über den Streik. Die Löhne lägen nämlich vielfach bereits über dem Niveau der Deutschen Bahn. „Wir werden bestreikt, ohne dass die GDL bisher eine Verhandlungsbereitschaft zu dem bei Metronom für alle Mitarbeiter geltenden firmenbezogenen Verbandstarifvertrag gezeigt hätte“, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Birlin. „Wir bedauern die den Fahrgästen entstandenen Unannehmlichkeiten außerordentlich und bitten die GDL ausdrücklich, uns endlich einen Termin für Verhandlungen zu nennen.“

Quelle: kreiszeitung.de

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