CDU und FDP wollen in Standort Osnabrück investieren / Opposition skeptisch

Regierung schützt Flughafen

Niedersachsen - HANNOVER (dpa) · Der Flughafen Münster/Osnabrück soll vor einem Konkurrenzflughafen in den benachbarten Niederlanden geschützt werden. Das Land will die Investoren dazu gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen vom Verzicht überzeugen.

Update vom 15. Oktober 2019: In einem Parkhaus am Flughafen Münster/Osnabrück ist es am Montagabend zu einem stundenlangen Brand gekommen, bei dem rund 70 Autos zerstört wurden. Die Polizei sucht nun die Brandursache.

Originalmeldung vom 3. Juli 2010: Diese sehen nur 50 Kilometer Luftlinie vom Flughafen Münster/Osnabrück eine Umwandlung des bisherigen Militärflughafen Enschede in einen zivilen Airport vor. „Dies gäbe ein unsinniges Nebeneinander zweier wirtschaftlich nicht lebensfähiger Standorte mit einem ruinösen Wettbewerb beim Verbrennen öffentlicher Gelder“, sagte der CDU-Abgeordnete Ernst-August Hoppenbrock.

Im Gegensatz zu CDU, FDP und SPD stimmten die Fraktionen von Grünen und Linken gegen den Antrag der Union. „Die Kritik am Flughafen Enschede ist berechtigt“, sagte Enno Hagenah (Grüne). Genau wie der Flughafen in Enschede dürfe aber auch Münster/Osnabrück nicht ausgebaut werden. Der Flughafen habe einen Schuldenberg von 100 Millionen Euro angehäuft. „Die Fluggastzahlen sind in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen“, begründete auch Ursula Weisser-Roelle (Linke) die Ablehnung ihrer Fraktion. Daher sei der im Antrag ebenfalls vermerkte Ausbau von Münster/Osnabrück aus Umwelt- und Lärmschutzgründen nicht vertretbar.

„Wir wollen gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen darauf hinwirken, dass es bei unseren niederländischen Freunden zu einem vernünftigen Prozess kommt“, sagte Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP). Dabei hätte es in den Gesprächen durchaus positive Signale gegeben, dass die Niederländer die Bedenken ernst nähmen.

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