Ramsauer hält an Transrapid fest

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Mehrere Länder haben laut Peter Ramsauer Interesse am Transrapid

Lathen - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sieht nach wie vor Chancen für eine Vermarktung des Transrapid im Ausland - unter anderem auf der Ferieninsel Teneriffa.

Neben Brasilien hätten auch die USA, die Türkei und China Interesse an der Transrapidtechnik, erklärte Ramsauer am Dienstag beim Besuch der Teststrecke im Emsland. Auch die spanische Insel habe sich interessiert gezeigt, meinte der Minister, ohne auf eine mögliche Verbindung dort im einzelnen einzugehen. „Der Transrapid ist ein großartiges Technologieprojekt“, sagte Ramsauer bei einer Testfahrt mit dem Zug in Lathen.

Für die Magnetschwebebahn gibt es aber noch keine konkreten Aufträge aus dem Ausland. Noch bis Ende dieses Jahres ist der Weiterbetrieb der Anlage in Lathen durch 5,2 Millionen Euro Zuschuss aus dem Bund gesichert. „Ich will dafür kämpfen, dass über 2010 hinaus eine gute Perspektive geschaffen werden kann“, sagte Ramsauer. Er betonte jedoch, dass der Haushaltsausschuss die Verlängerung der Finanzierung an Auflagen geknüpft habe. „Wir brauchen klare Perspektiven“. Möglicherweise könnte die Transrapidstrecke demnächst als Forschungszentrum zur Elektromobilität dienen. „Wir wollen in der Elektromobilität Spitze sein.“ Auch deshalb müsse die Teststrecke mit ihrem Know How erhalten bleiben.

Beim Zusammenstoß eines Transrapid mit einem Werkstattwagen waren im September 2006 auf der Strecke im Emsland 23 Menschen ums Leben gekommen. Die Fahrt mit Ramsauer war die seitdem erste mit externen Gästen.

Quelle: kreiszeitung.de

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