Inseln wieder sauber

Kleine Klumpen an Nordsee-Stränden sind diese Woche Thema im Landtag

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Am Strand auf Norderney wurden mysteriöse Klumpen angeschwemmt.

Kleine Klumpen eines zuerst unbekannten Materials an den Stränden mehrerer Nordseeinseln haben Rätsel aufgegeben. Nun sind die Klumpen untersucht worden. Eine Gesundheitsgefahr bestehe nicht, die Stände sind wieder sauber.

Update, 16. Juni: Strände wieder sauber

Nach Verunreinigungen durch braune Klumpen auf drei ostfriesischen Inseln und in Neßmersiel (Landkreis Aurich) sind alle Strände wieder sauber. „Uns wurden keine weiteren Funde mehr gemeldet“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Gefährlich waren die Brocken nicht: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg wies bei einer Probe aus Norderney im Mai Pflanzenfett nach.

Die Herkunft der Brocken ist der Wasserschutzpolizei zufolge bislang unklar. Die Grünen sehen jedoch einen Zusammenhang mit Tankreinigungen auf See. Als Folge würden häufig auch umweltschädliche Paraffine an die Strände gespült. Auch die ungiftigen, im Mai gefundenen Brocken könnten der Partei zufolge daher stammen. Die Grünen wollen die Praxis deshalb verbieten. Am Donnerstag soll das Thema im Landtag in Hannover diskutiert werden.

Update, 10. Mai: Untersuchung - keine Gesundheitsgefahr

Nach dem Fund von rätselhaften Klumpen auf ostfriesischen Inseln sollen mehrere Strandabschnitte gesperrt werden. Auf Hinweisschildern solle auf die Situation aufmerksam gemacht werden, teilte der Landkreis Aurich am Freitag weiter mit. Anzeichen für eine Gesundheitsgefahr gebe es aber nicht. 

In den Klumpen wurden pflanzliche Fette festgestellt. Solche Fette kommen in vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel Palmöl vor. Das endgültige Ergebnis der Untersuchungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie wird am Montag erwartet. 

Die Klumpen enthalten pflanzliche Fette.

Am Sonntag waren die schwarz-braunen Klumpen zunächst auf Norderney entdeckt worden. Am Donnerstag wurden solche Klumpen auch auf Baltrum gefunden, inzwischen auch auf Langeoog, wie Bürgermeister Uwe Garrel am Freitag sagte. 

„Nur wenn es sich bei den Klumpen um einen umweltgefährdenden Stoff handelt, bei dem die Umwelt nachhaltig gefährdet wird, leiten wir ein Strafverfahren ein“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Oldenburg. Möglicherweise seien die Fette beim Reinigen von Lebensmittel-Containern auf hoher See ins Meer gelangt.

Die Erstmeldung: Rätselhafte Klumpen gefunden

Norderney/Langeoog - „Die Herkunft und Beschaffenheit der Klumpen ist unklar“, sagte ein Sprecher der Stadt Norderney. Vorsorglich hat der Landesbetrieb NLWKN Proben genommen und an ein Labor in Hamburg geschickt, das die Zusammensetzung des Stoffes untersuchen soll.

Ein Ergebnis werde am Donnerstag erwartet, sagte Holger Kleen vom Landkreis Aurich. „Wir gehen nicht von einer Gefahr für Menschen, Tiere und Umwelt aus.“

Auf Norderney hat am Mittwoch die Reinigung einzelner Strandabschnitte begonnen, sie soll am Donnerstag am Weststrand fortgesetzt werden. Im Einsatz ist dafür eine spezielle Strandreinigungsmaschine: Sie soll am Flutsaum entlang fahren und das Gemisch aus Sand und Klumpen zu Haufen aufschichten. Was später damit geschieht, wird nach Angaben der Stadt im Anschluss an die Analyse des Stoffes entschieden.

Der „Ostfriesische Kurier“ in Norden berichtete, die Klumpen würden auch unangenehm riechen. Sie seien vom Weststrand bis zur Weißen Düne auf Norderney entdeckt worden.

dpa

Weitere Nachrichten aus Niedersachsen:

Mit rund 68 000 Besuchern hat am Freitag das "Hurricane"-Festival in Scheeßel begonnen.Vom Hurricane Festival berichtet kreiszeitung.de mit einem Live-Ticker. Als Höhepunkte wurden am Freitag die Toten Hosen und Tame Impala aus Australien erwartet. 

Quelle: kreiszeitung.de

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