Quecksilber vergiftet Boden

Hemsbünde - Bei der Erdgasförderung in Niedersachsen ist es erneut zu Verunreinigungen mit giftigem Quecksilber gekommen. Die Belastungen im Erdreich seien nach Reinigungsarbeiten an einem Förderplatz in Hemsbünde (Kreis Rotenburg ) festgestellt worden, teilte das Betreiberunternehmen RWE Dea in Hamburg am Montag mit.

Rund 30 Kubikmeter Erdreich seien abgetragen worden und würden nun analysiert. Der Kreis und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) wurden informiert. Die Verunreinigung wurde Ende vergangenen Jahres festgestellt. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden.

Zuletzt waren Quecksilberbelastungen am Erdgasfeld Söhlingen bekanntgeworden. Das Quecksilber befinde sich nicht in unmittelbarer Nähe zum Grundwasser, sagte ein RWE Dea-Sprecher. Nach dem Ende der Reinigungsarbeiten seien die Belastungen festgestellt und anschließend sofort Proben genommen und analysiert worden.

Das LBEG hat nach eigenen Angaben die Ermittlungen aufgenommen. Sobald die Ergebnisse der Analysen vorliegen, soll ein Sanierungskonzept erarbeitet und zeitnah umgesetzt werden. Darüber werde die Bevölkerung schnell und umfassend informiert, versprach LBEG-Präsident Lothar Lohff in Hannover.

Bei der Erdgasförderanlage Söhlingen mussten 2500 Kubikmeter Erdreich ausgehoben, entsorgt und ersetzt werden. Dort gelangte neben Quecksilber aber auch das krebserregende Benzol durch eine undichte Rohrleitung ins Erdreich und ins Grundwasser. Die Leitung transportiert aus dem geförderten Gas herausgefiltertes Wasser.

Quelle: kreiszeitung.de

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