Oceanis kurz vor Schließung

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Eine maritime Erlebniswelt soll in Wilhelmshaven rund um die bald schließende Unterwasserstation „Oceanis“ entstehen. Die Meeresshow ist nur noch bis Ende Oktober zu sehen.

Wilhelmshaven. Eine maritime Erlebniswelt soll in Wilhelmshaven rund um die bald schließende Unterwasserstation „Oceanis“ entstehen. Die Meeresshow ist nur noch bis Ende Oktober zu sehen.

Das neue touristische Konzept beziehe nicht nur das Gebäude, sondern auch das benachbarte Areal am Bontekai ein, sagte Oberbürgermeister Eberhard Menzel (SPD) am Dienstag in Wilhelmshaven. Für alle Einrichtungen soll ein Eintrittspreis gelten. Die Stadt erwartet 100 000 zahlende Besucher jährlich. Die Eröffnung ist für 2012 geplant. Das Investitionsvolumen liegt bei 5,7 Millionen Euro.

Eine maritime Erlebniswelt soll in Wilhelmshaven rund um die bald schließende Unterwasserstation „Oceanis“ entstehen. Die Meeresshow ist nur noch bis Ende Oktober zu sehen.

Nach dem Ende der „Oceanis“-Ausstellung sollen maritime Läden und ein Restaurant mit großen Glasfenstern in das Erdgeschoss ziehen. Daneben entsteht ein Spielplatz und an der Südseite wird zum Wasser eine Terrasse um das Haus gelegt. Die neue Schau im Zwischen- und Obergeschoss ergänzt das nahe gelegene Küstenmuseum. Das Schicksal der auf Wilhelmshavener Werften gebauten Schiffe wird den Plänen zufolge im Mittelpunkt der Präsentation stehen. Dabei solle die Verbindung zu früheren und noch existierenden Werften geschlagen werden, erklärte der Geschäftsführer der Touristik & Freizeit GmbH, Raymond Kiesbye.

 Gleichzeitig will die Stadt auch mehr Gäste in das 2006 eröffnete nahe gelegene Küstenmuseum locken. Das blieb mit 18 000 Besuchern pro Jahr hinter den Erwartungen zurück. Der Eingang wird deshalb verlegt und die Touristen-Information einziehen. Einen Namen hat das neue Areal am Bontekai noch nicht. „Der maritim-touristische Erlebnisbereich ist ein sehr ambitioniertes Vorhaben, die Finanzierung wird nicht einfach sein“, sagte Menzel.

In den kommenden Monaten müssten die politischen Gremien von dem Konzept überzeugt werden. Ihm sei es sehr wichtig, dass das „Oceanis“-Gebäude auch künftig von Besuchern genutzt werden könne. Eine weitere Bebauung des Bontekais wolle er verhindern. Für die „Oceanis“-Ausstellung sieht Menzel keine Zukunft mehr. Die Stadt will die zur Expo 2000 eröffnete Schau deshalb nicht übernehmen, wenn der Vertrag für das Gebäude ausläuft. „Der Reiz der Unterwasserwelt hat sich nach zehn Jahren verflüchtigt“, sagte der Politiker. Zuletzt kamen nur noch 56 000 Besucher jährlich.

www.oceanis.de

Quelle: kreiszeitung.de

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