Althusmann sieht Oberschule als Gesamtschul-Alternative

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Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) sieht die geplante Oberschule als Gesamtschul-Alternative.

Göttingen - Für die kommunalen Schulträger wird es künftig vermutlich leichter, bei Bedarf neue integrierte Gesamtschulen (IGS) zu errichten.

In begründeten Fällen könne es voraussichtlich auch vierzügige statt der bisher vorgeschriebenen fünfzügigen Gesamtschulen geben, sagte Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) heute in Göttingen nach einem Gespräch mit Spitzenvertretern des Niedersächsischen Städtetages. Prinzipiell solle es zwar bei der Fünfzügigkeit bleiben. „Eine Ausnahmeregelung wäre aber gut“, sagte Althusmann. An der Debatte über die Zügigkeit einer IGS dürfe die Umsetzung der geplanten Schulstrukturreform jedenfalls nicht scheitern. Denn es gebe jetzt eine echte Chance, die ideologische Auseinandersetzung über Schulstrukturen in Niedersachsen zu beenden. Das entsprechende Gesetz solle im März kommenden Jahres verabschiedet werden.

In der von ihm vorgeschlagenen künftigen Oberschule, in der Haupt- und Realschule sowie eine gymnasiale Oberstufe zusammengefasst werden können, sieht der CDU-Politiker im übrigen „eine echte Alternative zu IGS und KGS“. Die Oberschule biete die Option für den bestmöglichen Schulabschluss. Sie sei zudem ein flexibles Modell für die Schulträger. Der Präsident des Städtetages, Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU), sagte: „Wir sind auf dem richtigen Weg“. Das geplante Baukastensystem der Oberschule biete den Schulträgern alle Möglichkeiten auf demografische Erfordernisse zu reagieren. Er unterstrich aber auch die Forderung der Kommunen, die vorgeschriebene Fünfzügigkeit für neue Gesamtschulen zu reduzieren. Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) drängte zudem darauf, die künftigen Oberschulen ausnahmslos als Ganztagsschulen einzurichten.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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