Zu selten ausgelastet

Norddeutsche Bundesländer wollen Polizeihubschrauber-Kooperation

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Ein Polizeihubschrauber überwacht eine Veranstaltung in Wolfsburg.

Rastede - Die norddeutschen Bundesländer starten einen neuen Anlauf zur Zusammenarbeit ihrer Polizeihubschrauberstaffeln. Die Kooperation wird seit mehreren Jahren geprüft, wurde aber vor einiger Zeit ausgesetzt. "Grund war die Belastung aller Hubschrauberstaffeln zur Vorbereitung auf den G20-Gipfel in Hamburg", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Hannover.

Nach dem Abschluss der Einsatznachbereitung sollten die Verhandlungen aber fortgesetzt werden. 

In 30 Minuten überall in Niedersachsen

Die Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen ist am Airport Hannover in Langenhagen und in Rastede bei Oldenburg stationiert. Dort will sich Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag über die Arbeit der Piloten informieren. Die beiden Standorte ermöglichen tagsüber eine gleichmäßige Abdeckung aller Einsatzorte in ganz Niedersachsen. Die Maschinen können in rund 30 Minuten in ganz Niedersachsen einsatzbereit sein und bei der Suche nach Vermissten oder Straftätern helfen.

Die Polizeihubschrauber seien zu kostspielig, die Besatzungen zu wenig ausgelastet, hatte in der Vergangenheit der Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern moniert. Auch die Polizei Niedersachsen will Kosten sparen. So könnte die länderübergreifende Zusammenarbeit von der Instandhaltung und Wartung der Hubschrauber über die Aus- und Fortbildung des Personals bis hin zur Einsatzunterstützung reichen. 

Seit 2012 besteht bereits eine Kooperationsvereinbarung zwischen Niedersachsen und Hamburg und seit 2013 ein ähnlicher Vertrag mit der Bundespolizei. Schleswig-Holstein und Bremen haben keine eigene Hubschrauberstaffel, die Hansestadt kann jedoch auf die Unterstützung Niedersachsens zurückgreifen.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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