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Niedersachsen: Johnson & Johnson-Geimpfte brauchen Dritt-Impfung für Booster-Status

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Von: Jan Knötzsch

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Neuerung in Niedersachsen: Wer mit Johnson & Johnson geimpft wurde, gilt nach der zweiten Impfung mit einem anderen Impfstoff nicht mehr als geboostert.

Hannover – Bislang war die Sache ganz einfach: Wer sich gegen das Coronavirus mit dem Vakzin von Johnson & Johnson hat impfen lassen, der galt in Niedersachsen, wo der Inzidenzwert einen neuen Höchststand erreicht hat, zunächst nach einer Impfung als vollständig geimpft. Und nach der dann folgenden zweiten Impfung mit einem Impfstoff von Moderna oder Biontech – hier gibt‘s eine Übersicht der Nebenwirkungen aller Corona-Impfstoffe – als geboostert. Das ist in Zukunft nicht mehr so.

Im Rahmen der Änderung der Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung hat das Paul-Ehrlich-Institut die Kriterien des Impfstatus von Personen, die mit dem Impfstoff Janssen von Johnson&Johnson geimpft wurden, geändert – dies hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in einer Mitteilung bekannt gegeben.

Bundesland:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Einwohner:7,982 Millionen
Landeshauptstadt:Hannover

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Erst dritte Impfung gilt als Booster

Darin heißt es, dass nach den neuen Maßgaben Personen, die bis dato lediglich einmal mit dem Impfstoff Janssen von Johnson&Johnson geimpft wurden, im Sinne der Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung des Bundes und damit auch der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen ab sofort nicht mehr als vollständig geimpft gelten. Den Betroffenen wird daher empfohlen, sich zur Vervollständigung ihrer Grundimmunisierung vier Wochen nach der Impfung mit Janssen dringend eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff verabreichen zu lassen.

Eine Hand hält den Janssen-Impfstoff von Johnson & Johnson und ein Mann mit Corona-Schutzmaske wird geimpft
Wer in Niedersachsen bislang mit einem Vakzin von Johnson & Johnson und danach mit einem anderen mRNA-Impfstoff geimpft wurde, gilt nicht mehr als komplett geboostert. (kreiszeitung.de-Montage) © Daniel Bockwoldt/Bernd Weissbrod/dpa

Damit ist nun in Niedersachsen, wo Ministerpräsident Stephan Weil eine Impfpflicht will, um einen „Teufelskreis“ zu durchbrechen, auch beim Impfstoff von Johnson & Johnson erst die dritte Impfung als Auffrischungsimpfung im Sinne der Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung des Bundes und der Corona-Verordnung des Landes zu betrachten. Diese Neuregelung des Bundes bedeutet, dass Personen, die nach der ersten Impfung mit dem Johnson & Johnson-Vakzin eine zweite Impfung erhalten haben, rechtlich nicht länger als „geboostert“ betrachtet werden können.

Niedersachsen: Alle Betroffenen der Regeländerung unterliegen bei 2G-Plus der Testpflicht

Damit sind sie auch nicht mehr von der Befreiung von der Testpflicht im Rahmen der 2G-Plus-Regelungen nach der niedersächsischen Corona-Verordnung umfasst. Alle Betroffenen, die bereits eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten haben, werden laut der Mitteilung des Ministeriums daher gebeten, sich drei Monate später um eine Auffrischungsimpfung zu bemühen, um den bestmöglichen Schutz vor einer Infektion zu erhalten. Bis zum Erhalt der dritten Impfung unterliegen alle Betroffenen der Testpflicht bei 2G-Plus. Und auch in Hamburg brauchen Johnson & Johnson-Geimpfte nun doch Dritt-Impfung für 2G-Plus*.

„Es steht ausreichend Impfstoff zur Verfügung und viele kommunale Impfteams haben kurzfristig freie Termine oder Impfangebote ohne Termin im Angebot. Je mehr Menschen wir in diesen Tagen mit einer Impfung erreichen können, desto besser werden wir als Gesellschaft durch die nächsten Wochen kommen und desto geringer wird die Belastung für unser Gesundheitssystem ausfallen“, sagt Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens. Sie bittet die von der Neuregelung betroffenen Menschen, „von der Möglichkeit der Auffrischungsimpfung nach drei Monaten unbedingt Gebrauch“ zu machen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de ist Angebote von IPPEN.MEDIA.

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