Niedersachsen und Bremen vom Unwetter nur am Rande gestreift

Leer/Göttingen - Drei notgelandete Heißluftballone, ein Zugunfall durch einen umgestürzten Baum und viele Feuerwehreinsätze sind die Folgen der teils starken Niederschläge in Niedersachsen und Bremen am Freitagabend.

Bis auf die beiden Unfälle schätzen Polizei und Feuerwehren die Schäden aber eher als gering ein. „Hier ist es relativ entspannt“, meldet ein Polizist aus Göttingen am Samstag. Am Freitagabend hatte es dort noch anders ausgesehen: In Adelebsen im Kreis Göttingen mussten drei Heißluftballone notlanden - zehn Passagiere wurden dabei verletzt, teils schwer. Die Ballone waren in eine Windböe geraten.

Zwischen Oldenburg und Leer war ein Zug der Nordwest-Bahn auf einen entwurzelten Baum geprallt. Verletzt wurde niemand. Am Samstag war die Strecke wieder frei. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei rund 50.000 Euro. Trotz der eher geringen Schäden hatten Feuerwehren und Polizisten in einigen Regionen alle Hände voll zu tun. Aus dem Kreis Stade wurden zum Beispiel 92 Einsätze am Freitagabend gemeldet. Dabei galt es, vollgelaufene Keller auszupumpen, umgestürzte Bäume aus dem Weg zu räumen und eine unterspülte Fahrbahn abzusichern. „Wir sind glimpflich davon gekommen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hannover. Zwar habe es auch in der Landeshauptstadt 25 Einsätze gegeben, doch seien alle eher klein gewesen.

„Mal waren ein paar Dachschindeln heruntergefallen, mal musste ein Keller ausgepumpt werden, einmal mussten wir ein Baugerüst sichern“, berichtete der Sprecher aus Hannover. Auch einige Fehlalarme habe es gegeben. Etwas weiter westlich hatte die Feuerwehren dann noch weniger zu tun. „In Braunschweig und in den Kreisen Peine und Wolfenbüttel hat es zusammen 40 Einsätze gegeben, das ist nicht viel“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Braunschweig.

Ungemütlich wurde es auch für die Turnierpferde bei den Europameisterschaften der Vielseitigkeitsreiter in Luhmühlen im Kreis Harburg. Im Stall der deutschen Pferde stand das Wasser einige Zentimeter hoch. Letztendlich entstand aber auch dort kein Schaden - und die Reitsport-Fans ließen sich vom Regen ohnehin nicht beeindrucken.

Quelle: kreiszeitung.de

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