Auch Benzin wird wieder teurer

Neu ab 2022 für Autofahrer: Führerschein, Maskenpflicht, Benzinpreis und TÜV

Die größte Veränderung gab es für Autofahrer im November, der neue Bußgeldkatalog. Doch auch 2022 greifen Neuerungen.

Berlin – Mit dem 1. Januar 2022 ändern sich viele Gesetze und Vorschriften. Dies betrifft neben Änderungen im Supermarkt und bei der Post auch den Führerschein für Autofahrer. Die gute Nachricht: Die Änderungen sind nicht besonders gravierend. Die schlechte Nachricht: Die vermutlich schlimmste Veränderung ist seit dem 9. November schon gültig – der neue Bußgeldkatalog.

195053 Millionen Autos weltweit
1989555 Millionen
20101.000 Millionen
20151.200 Millionen

Neu ab 2022 für Autofahrer: Neuer Führerschein für bestimmte Jahrgänge

Alter Führerschein: Welche Autofahrerin und welcher Autofahrer von 1953 bis 1958 geboren ist, muss sich sputen. Bis zum 19. Januar 2022 müssen die alten Führerscheine gegen die neuen im Scheckkartenformat eingetauscht werden. Danach sind Männer und Frauen mit den Geburtsjahren 1959 bis 1964 dran, sie haben etwas mehr Zeit, und zwar bis zum 19. Januar 2023. Der neue Führerschein kostet 25 Euro und ist 15 Jahre gültig. Wer mit einem alten Führerschein in eine Polizeikontrolle gerät, zahlt ein Verwarngeld von 10 Euro. Wer vor 1953 geboren ist, hat bis 2033 Zeit.

Die alten „Lappen“ müssen umgetauscht werden, weil sie nicht mehr fälschungssicher sind. Dies gilt nicht nur für die „Grauen“, sondern auch für die „Roten“. Die Bilder sind in der Regel rund um die Führerscheinprüfung entstanden. Die Besitzer sind auf den Fotos teilweise kaum noch zu identifizieren. Deswegen müssen alle alten Führerscheine bis 2033 schrittweise umgetauscht werden.

Neu für Autofahrer ab 2022: Maskenpflicht im Auto, Benzinpreis und TÜV-Plakette

Maskenpflicht: Es wird eine doppelte Maskenpflicht im Auto geben. Allerdings nicht im Gesicht, sondern im Verbandkasten. Dort müssen sich zwei Mund-Nase-Bedeckungen befinden. Der genaue Zeitpunkt der Einführung ist noch strittig, genau wie die Höhe des Bußgeldes. Bislang kostet das Fehlen der Erste-Hilfe-Ausrüstung im Fahrzeug 5 Euro.

Benzinpreis: Ab dem 1. Januar 2022 greift die nächste Stufe der CO₂-Bepreisung. Da der Preis für die Tonne CO₂ von 25 auf 30 Euro steigt, steigen auch die Preise für Benzin und Diesel. Alleine durch diesen Anstieg wird der Benzinpreis um zirka 8,4 Cent steigen. Beim Dieselpreis sind es rund 9,5 Cent.

TÜV-Plakette: Bestandsfahrzeuge bekommen 2022 nach Hauptuntersuchung (HU) eine grüne Plakette ans Auto geklebt. Sie müssen dann 2024 wieder vorstellig werden. Auto-Neuzulassungen kriegen eine orange Plakette und haben wie immer drei Jahre Zeit bis zur nächsten HU.

Ab 2022 erhalten nur noch Plug-in-Hybride mit einer elektrischen Mindestreichweite von 60 Kilometern die E-Auto-Prämie.

Plug-in-Hybride: Die Preise für Benzin und Diesel steigen. Um wenigstens etwas zu sparen, kaufen sich Bürger einen Plug-in-Hybrid. Dieser vereint Verbrennungs- mit Elektromotor. Wie für reine E-Autos gibt es auch für diese Modelle einen Zuschuss. Für Oktober 2022 ist eine Anpassung geplant. Genügen aktuell noch 40 Kilometer rein elektrische Reichweite oder maximal 50 Gramm CO₂-Ausstoß pro Kilometer, müssen förderfähige Fahrzeuge ab dem 1. Oktober mindestens 60 Kilometer rein elektrisch zurücklegen können.

Neue Modelle: Alle ab dem 6. Juli 2022 zugelassene Autos müssen diverse Assistenten haben. Dazu gehört ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent (Intelligent Speed Assistance, ISA). Dieser kann beispielsweise auf die Daten der kamerabasierten Verkehrszeichenerkennung zugreifen. Zu den weiteren Helfern zählen ein Notbremsassistent, ein Müdigkeitswarner und ein Notfall-Spurhalteassistent. Darüber hinaus werden ein Unfalldatenspeicher (Black Box) und eine Schnittstelle für eine alkoholempfindliche Wegfahrsperre zur Pflicht.

Reisen nach Österreich: Vignetten für 2022 erhältlich – neu für Autofahrer ab Dezember 2021

Reise: Auch wenn eine Reise nach Österreich zum Après Ski aktuell schwierig ist, so bekommt man für das Nachbarland seit November die Vignetten 2022. Sie sind gültig ab Dezember 2021 bis Januar 2023. Die Preise steigen um die gesetzlich vorgeschriebene Inflationsanpassung um durchschnittlich 1,4 Prozent. So kosten die Pkw-Jahresvignette 93,80 Euro, die Zwei-Monats-Vignette kostet 28,20 Euro und das Zehn-Tages-Pickerl 9,60 Euro. Motorradfahrer bezahlen 37,20 Euro, 14,10 Euro oder 5,60 Euro.  Die Vignetten gibt es auch digital.

Die Jahres-Vignette für die Schweiz kostet umgerechnet 38 Euro. Sie gilt ab dem 1. Dezember bis zum 31. Januar 2023. Ab 2023 gibt es zu der Klebe-Vignette noch eine elektronische Version. Der Preis soll identisch sein.  *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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