Mehr als 1100 Jungvögel flügge

Gutes Jahr für Weißstörche

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Zwei Weißstörche (Ciconia ciconia) stehen in ihrem Nest in Wahrenholz im Landkreis Gifhorn (Niedersachsen). In diesem Jahr haben 746 Weißstorchpaare in Niedersachsen gebrütet und 1136 Jungvögel großgezogen. Dies sei das beste Ergebnis seit 43 Jahren, teilte der Naturschutzbund Nabu in Hannover mit.

Hannover - In diesem Sommer haben 746 Weißstorchpaare in Niedersachsen gebrütet und 1136 Jungvögel großgezogen. Dies sei das beste Ergebnis seit 43 Jahren, teilte der Naturschutzbund Nabu am Montag in Hannover mit.

Seit mehr als 40 Jahren zählen ehrenamtliche Storchenbetreuer den Bestand der Tiere im Land. Dabei berücksichtigen sie keine Störche, die von Zoos oder Pflegestationen gefüttert werden. Nach Nabu-Angaben werden allerdings pro Paar immer weniger Jungvögel flügge. Durchschnittlich waren es diesmal 1,53 Junge. Eine Ursache dafür sei, dass sich mehr Störche die vorhandene Nahrung teilen müssen.

Darüber hinaus starben Ende Mai zahlreiche Jungstörche an Unterkühlung, als eine kalte Regenfront über weite Teile Niedersachsens zog. Besonders groß waren die Verluste laut Nabu in den Kreisen Celle, Heidekreis, Nienburg, Osnabrück, Verden und der Region Hannover. Weil die Störche in den Sommermonaten dann aber ausreichend Nahrung fanden, wurden die Verluste teils mehr als wettgemacht. Besonders viele Tiere wurden in den Kreisen Wesermünde, Lüneburg, Stade und Cuxhaven groß.

Die Gründe für die stetig steigende Zahl an Weißstörchen in Westdeutschland sind vielfältig. Viele von ihnen überwintern den Naturschützern zufolge bereits in Spanien, wo gute Nahrungsbedingungen herrschen. Für die Zukunft gelte es, für die Störche ausreichend Feuchtgrünland zu erhalten beziehungsweise neu zu schaffen, sagte Hans-Jürgen Behrmann von der Nabu Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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