Ex-Freundin erstochen - Angeklagter schweigt

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Der Angeklagte Oleg C. sitzt im Gerichtssaal im Landgericht Hannover (Niedersachsen) und verbirgt sein Gesicht. Der 32-Jährigen soll im September 2013 in Hannover seine damalige 39-jährige Lebensgefährtin mit einem Küchenmesser erstochen haben. 

Hannover - Ein 32-Jähriger soll im September vergangenen Jahres seine einstige Lebensgefährtin erstochen haben. Seit Freitag muss sich der Mann wegen Mordes vor dem Landgericht Hannover verantworten. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte.

Laut Staatsanwaltschaft ist er psychisch krank und eine Gefahr für die Allgemeinheit.

Nach einer Auseinandersetzung soll der Mann 25 mal mit einem Küchenmesser auf seine Ex-Freundin eingestochen haben. Mit blutverschmierten Händen war der Angeklagte dann in ein Geschäft gegangen und hatte dem Inhaber gesagt, er habe etwas Schlimmes getan. Das Opfer, eine 39 Jahre alte Frau, hatte sich kurz vor der Tat von dem Mann getrennt.

Der 32-Jährige, der nach einer Erklärung seines Verteidigers seit vielen Jahren alkohol- und drogenabhängig ist, hatte sein späteres Opfer während einer Drogentherapie kennengelernt. Seit zwei Jahren ist der Angeklagte auch in psychiatrischer Behandlung.

In der Beziehung der beiden habe es häufiger Streit gegeben, berichtete die Schwester des Opfers. Die 39-Jährige hatte sich demnach schon mehrfach aus Angst vor ihrem Freund mit ihrem Sohn im Keller eingeschlossen.

Das Gericht hat 23 Zeugen und drei Sachverständige geladen. Die Kammer muss über die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus entscheiden. Das Urteil soll Ende März gesprochen werden.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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