Aufarbeitung geht weiter

Missbrauchsskandal: Bischof Franz-Josef Bode fordert Kirche zu mehr Transparenz auf

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Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode erhält, im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, stellvertretend für die gesamte Bischofskonferenz, 30.000 Unterschriften von Mitgliedern der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Mit der Aktion „#MachtLichtAn“ wollen sie auf die Missbrauchsfälle in der Kirche aufmerksam machen.

Die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche ist längst noch nicht abgeschlossen. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat nun in Lingen mehr Transparenz innerhalb der Kirche gefordert.

Lingen - Als Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hat der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode seine Mitbrüder zu Offenheit aufgerufen. „Nur eine Kirche, die reinen Herzens ist, sich in die Karten schauen lässt und transparent ist, lauter und ohne Doppelmoral, die sich der Wirklichkeit stellt, wird Vertrauen wiedergewinnen“, sagte Bode am Mittwochmorgen in seiner Predigt vor den Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen.

Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs verbessern 

Unter anderem forderte er, dass die Kirche hörfähig sein und Macht und Vollmacht mit allen Kirchenmitgliedern teilen müsse. Am Mittwoch will der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand zur Aufarbeitung und Prävention bei den Fällen sexuellen Missbrauchs informieren. 

Geplant ist, dass die Bischöfe sich zum Ende ihrer Frühjahrstagung am Donnerstag auf Verbesserungen bei der Aufarbeitung verständigt haben.

dpa

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Quelle: kreiszeitung.de

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