In der Innenstadt

Messerattacke in Würzburg: Mann tötet offenbar ohne jede Vorwarnung

Bei einem Messer-Angriff in der Innenstadt von Würzburg sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Weitere Personen wurden verletzt. Das ist bisher bekannt.

Würzburg – Tragischer Vorfall in der Würzburger Innenstadt. Am Freitag hat ein Mann mehrere Menschen getötet und weitere verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten konnten einen Tatverdächtigen bereits überwältigen und festnehmen. Nun laufen umfangreiche Ermittlungen, hieß es am Samstag vonseiten der Polizei.

Die Tat ereignete sich kurz vor 17 Uhr. Wie es dazu kommen konnte, war auch am Tag danach zunächst noch unklar. Über mögliche Motive des Täters war bis dahin nichts bekannt. Auch auf einen weiteren Täter gäbe es bisher keine Hinweise. Auf Twitter gab die Polizei bekannt, dass nach der Festnahme keine Gefahr mehr für die Bevölkerung bestehen würde.

Messerattacke in Würzburg: Pressekonferenz angekündigt

In der Nacht zu Samstag waren die Ermittler nach eigenen Angaben mit zahlreichen Einsatzkräften in der bayerischen Universitätsstadt am Main unterwegs, um die Hintergründe und den Ablauf der Tat zu klären. Am Samstag werde es eine Pressekonferenz geben, Uhrzeit und Ort standen zunächst nicht fest.

In der Innenstadt von Würzburg wurden am Freitag mehrere Menschen getötet.

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mann aus bisher nicht bekannten Gründen und ohne jede Vorwarnung in der Innenstadt von Würzburg Passanten angegriffen. Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 17 Uhr alarmiert worden und mit einem Großaufgebot ausgerückt. Das Gebiet um den Tatort wurde gesichert.

Verdächtiger von Würfburg zuvor in psychiatrischer Behandlung

Der Verdächtige, ein 24-jähriger Somalier, der seit etwa fünf Jahren in Deutschland sein soll und zuletzt in Würzburg in einer Obdachlosenunterkunft lebte, war bereits vor der Attacke polizeibekannt. Ein Beamter hatte ihn nach der Tat angeschossen, Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht.

Kerzen und Blumen künden von der Trauer infolge der Messerattacke in Würzburg.

Der Mann war den Angaben nach zuvor in psychiatrischer Behandlung. Ein islamistisches Motiv des Angreifers wird aber auch geprüft, weil der Migrant bei dem Angriff „Allahu Akbar“ (deutsch: Gott ist groß) gerufen haben soll. Der 24-Jährige soll die Opfer, darunter ein kleiner Junge, nicht gekannt haben.

Würzburg: Axt-Attacke vor fast fünf Jahren in Regionalzug

Vor fast fünf Jahren, am 18. Juli 2016, kam es bei Würzburg zu einer Attacke in einem Regionalzug. Vier Menschen wurden dabei schwer verletzt. Ein minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan griff mit einer Axt und einem Messer Passagiere an. Anschließend flüchtete er zu Fuß, attackierte eine Spaziergängerin und wurde schließlich von Polizisten erschossen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. (Mit Material der dpa)

Anmerkung: Dieser Artikel wurde zuletzt am Samstag um 9:15 Uhr inhaltlich aktualisiert.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand

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