Mehr Mitglieder der ältesten Familie der Welt gefunden

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Uwe Lange, ein Nachfahre der Ureinwohner, die in der Iberger Tropfsteinhöhle begraben wurden, betrachtet im neugebauten Höhlen Erlebnis Zentrum in Bad Grund die Nachbildung eines seiner Vorfahren.

Bad Grund - Die älteste genetisch nachgewiesene Familie der Welt hat noch mehr Vorfahren. In der Lichtensteinhöhle bei Bad Grund im Harz wurden bei Grabungen die Überreste weiterer Menschen aus der Bronzezeit entdeckt, deren Nachkommen noch heute in der Region leben.

In der Höhle seien nach jüngsten Erkenntnissen vor rund 3000 Jahren etwa 60 Menschen niedergelegt worden, sagte die Leiterin des Höhlenerlebniszentrums Bad Grund , Ortrud Krause. Bisher war man von etwa 40 Menschen ausgegangen. Bei den neuen Grabungen wurden zudem Keramik, Schmuck, Pflanzenreste und Tierknochen entdeckt. Details sollen Mitte September bekanntgegeben werden.

Wissenschaftler der Universität Göttingen hatten mit Hilfe von DNA-Untersuchungen nachgewiesen, dass in der Gegend um Bad Grund noch heute Nachkommen der vor 3000 Jahren gestorbenen und dann in der Lichtenberghöhle niedergelegten Menschen leben. Die Geschichte dieser Familie über 120 Generationen wird in dem 2008 eröffneten Höhlenerlebniszentrum gezeigt. Unter anderem sind auch die rekonstruierten Köpfe von Menschen aus der Bronzezeit zu sehen.

Nach den jüngsten Funden benötige das Museums voraussichtlich zusätzliche Ausstellungsräume, sagte Krause. Die bei den Grabungen in den vergangenen drei Jahren entdeckten Menschenknochen erlaubten vermutlich auch eine Verdichtung des ältesten Stammbaumes einer Großfamilie. Von herausragender Bedeutung für die zeitliche Einordnung und die kulturelle Zugehörigkeit der Toten sei der Fund eines Depots von Bronzeschmuck in der Lichtenberghöhle. Entdeckt wurden unter anderem große Hakenspiralen.

Bedeutsam sei auch, dass die Fachleute inzwischen den bisher unbekannten bronzezeitlichen Zugang zu der Höhle entdeckt haben, sagte Krause. Es handele sich um einen Kriechgang, der vollständig mit Erde und Steinen verfüllt war. Zuletzt sei zudem ein etwa fünf Meter tiefer Einstiegsschacht für diesen Gang freigelegt worden.

Die ersten bedeutsamen Funde hatten die Archäologen in der Lichtenberghöhle im Jahr 1980 gemacht. Die Höhle war für Menschen in der Bronzezeit eine Kultstätte.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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