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Axt-Mörder aus Kalletal: Polizei nimmt Verdächtigen fest

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Von: Bona Hyun, Jan Knötzsch, Marcel Prigge

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Ein Absperrband der Polizei. Dahinter liegt das Haus, der 75-Jährigen
Eine 75-jährige Frau ist am Montag in ihrem Schreibwarengeschäft in Obernkirchen tot aufgefunden worden. Ob ein gesuchter, flüchtiger Axtmörder mit dem Verbrechen im Zusammenhang steht, konnte noch nicht geklärt werden. © TNN/dpa

Der Axt-Mörder aus Kalletal befand sich auf freiem Fuß. Ein Verdächtiger, ein 36-Jähriger, wurde jetzt nahe der polnischen Grenze festgenommen.

Update vom Freitag, 22. Juli 2022, 17:01: Nach knapp fünf Wochen auf der Flucht ist der mutmaßliche Axtmörder von Kalletal in Nordrhein-Westfalen laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gestellt worden. Polizei und Staatsanwalt teilten mit, dass der 36-Jährige im brandenburgischen Brieskow-Finkenheerd nahe der polnischen Grenze festgenommen wurde. Spezialeinsatzkräfte der brandenburgischen Polizei hätten ihn laut dpa am späten Donnerstagabend festgenommen.

Update von Dienstag, 28. Juni 2022, 9:15 Uhr: Nach dem Axt-Mord eines 39-jährigen Mannes im nordrhein-westfälischen Kalletal fehlt von dem Täter noch immer jede Spur. Am gestrigen Montag, 27. Juni 2022, wurde derweil eine 75-jährige Ladenbesitzerin tot aufgefunden – in der Region, in der der Mann gesucht wird.

Seniorin tot aufgefunden – mutmaßlicher Axtmörder noch immer gesucht

Die 75-jährige Frau ist am Montag in ihrem Schreibwarengeschäft in Obernkirchen tot aufgefunden worden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Spuren am Tatort sollen darauf hinweisen, dass die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Genauere Angaben zur Todesursache oder zum Tathergang konnte die Polizei noch nicht machen.  Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bückeburg wollte sich am Dienstagmorgen gegenüber der dpa zunächst nicht dazu äußern, ob der gesuchte mutmaßliche Axtmörder für die Tötung der Seniorin verantwortlich sein könnte.

5000 Euro Belohnung für Hinweise: Plakate wollen Fernfahrer auf den Gesuchten aufmerksam machen

Die Polizei hofft auf Hinweise der Bevölkerung. Im Fall des gesuchten Axtmörders haben die Beamten nun eine Belohnung von 5000 Euro für Menschen ausgesetzt, die Informationen geben können. Auch mit Fahndungsplakaten soll insbesondere bei Fernfahrern auf die Suche und die Belohnung aufmerksam machen sollen.

Ein Mann mit schwarzen, gegeelten Haaren
Die Polizei warnt vor dem Flüchtigen: Dieser Mann soll den 39-Jährigen im nordrhein-westfälischen Kalletal mit einer Axt umgebracht haben. © Polizei Bielefeld

Polizei warnt vor dem Gesuchten: Hinweise auch unter der Notrufnummer möglich

Die Polizei warnt vor dem Täter. Er soll 36 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß und schlank sein. Zudem habe er mehrere Tattoos. Am rechten Arm im Schulterbereich soll sich demnach ein Skorpion und an der Innenseite des linken oder rechten Unterarms ein Schwert befinden. Hinweise nimmt die Mordkommission unter der Telefonnummer 0521/5450 oder jede andere Polizeidienststelle unter 110 entgegen.

Erstmeldung von Dienstag, 21. Juni 2022, 22:15 Uhr: Bielefeld/Kalletal – In Kalletal im Kreis Lippe im Nordosten von Nordrhein-Westfalen ist ein 39-Jähriger mit einer Axt getötet worden. Der Mann soll von einem 36-Jährigen umgebracht worden sein, der sich immer noch auf der Flucht befindet. Und das hat Auswirkungen bis nach Niedersachsen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf die Polizei berichtet, läuft aktuell noch immer die Suche nach dem mutmaßlichen Täter.

Am Dienstagnachmittag hätten den Ermittlern der Mordkommission „Weser“ nach Angaben der dpa vielversprechende Hinweise zum Aufenthaltsort des 36-Jährigen vorgelegen – dies teilten laut dpa die zuständige Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Detmold am Abend mit. Die Fahndung habe sich dann auf ein ländliches Areal im Grenzbereich zu Niedersachsen konzentriert.

Ein Polizeihubschrauber in der Luft.
Nach einem Mord mit einer Axt im Nordosten von Nordrhein-Westfalen sucht die Polizei auch im Grenzbereich zu Niedersachsen nach dem mutmaßlichen Täter. (Symbolbild) © Fotostand/imago

Mord mit Axt: Opfer und mutmaßlicher Täter sollen sich über Flüchtlingshilfe kennengelernt haben

Im Einsatz waren dabei Hubschrauber, Diensthunde, Spezialeinsatzkräfte sowie auch Kräfte der Bereitschaftspolizei. Der mutmaßliche Täter sei jedoch nicht gefunden worden. Nach ihm wird international gefahndet. Der 36-Jährige soll sein drei Jahre älteres Opfer in der Nacht auf Samstag, 18. Juni 2022, mit einer Axt erschlagen haben. Der 39-Jährige sei sofort tot gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft schon am Montag mit.

Die Polizei bittet um Hinweise zu dem Mann auf der Flucht, warnt aber davor, ihn anzusprechen. Die Ermittler gehen davon aus, der er weiterhin zu Fuß unterwegs ist. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen sich der mutmaßliche Täter und das Opfer über die Flüchtlingshilfe für Menschen aus der Ukraine kennengelernt haben. Der Tatverdächtige stammt laut Staatsanwaltschaft aus Aserbaidschan.

Polizei in Salzgitter im Einsatz: Tote Jugendliche gefunden – handelt es sich um 15-jährige Vermisste?

Die Polizei in Niedersachsen beschäftigt derweil der Fund einer jugendlichen Leiche in Salzgitter. Die tote junge Frau war bei der Suche nach einer Vermissten gefunden worden. Ob es sich bei der Leiche, die in einer Grünanlage gefunden wurde, um die vermisste und gesuchte 15-Jährige handelt, ist noch unklar.

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