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Mahnfeuer gegen die Ausbreitung der Wölfe

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Von: Andree Wächter

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In ganz Europa werden wie in Oberaudorf Mahnfeuer als Protest gegen die Ausbreitung des Wolfes entzündet.
In Europa werden Mahnfeuer als Protest gegen die Ausbreitung des Wolfes entzündet. © picture alliance/dpa/Christophe Gateau

Der Wolf spaltet. Aus Sicht von Tierschutzverbänden muss er geschützt werden. Weidetierhalter sehen sich in ihrer Existenz bedroht.

Winsen/Berlin – In ihrem Widerstand gegen die Ausbreitung der Wölfe haben Weidetierhalter in mehreren europäischen Ländern Mahnfeuer organisiert. In Deutschland, darunter auch in Niedersachsen, sowie etwa in den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Österreich sollten am Freitagabend (30. September, ab 19 Uhr) rund 600 Mahnfeuer brennen, sagte Wendelin Schmücker, der Vorsitzende des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung (FDS).

Wolfsschäden an den Herden nähmen dramatische Ausmaße an, zunehmend seien Weidetierhalter in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht: „Der Wolf mag seine Existenzberechtigung in definierten Naturschutzräumen suchen und finden. Landstriche mit traditioneller Weidetierhaltung zählen nicht hierzu“, betonte Schmücker.

Schafe fallen Wölfen zum Opfer: Koexistenz der Weidewirtschaft mit dem Raubtier ist offensichtlich gescheitert

„Die Strategie einer Koexistenz der Weidewirtschaft mit dem Raubtier ist offensichtlich gescheitert und grundlegend zu ändern“, sagte Schmücker. „Eines der Hauptprobleme: Wo Schafherden üblicherweise weiden, auf Deichen, in Mittelgebirgen und auf Almen, lassen sie sich nicht schützen und fallen Wolfsrudeln zur Beute.“

Auf der Homepage der FDS heißt es zum Aktionstag: „Zäune, Hirten und Herdenschutzhunde, sind weder bezahlbar noch eine praktikable Alternative in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft mit Freizeitsportlern, Erholungssuchenden und Tourismus. Deshalb wollen wir mit unseren Mahn- und Solidarfeuern ein deutliches Zeichen setzen für den gesamten ländlichen Raum. Lasst uns den Politikern in ganz Europa verdeutlichen, was wir wollen und Gesprächsraum bieten.“

Wölfe reißen 700 bis 800 Tiere

In Niedersachsen gibt es neben Sachsen und Brandenburg die meisten Wölfe. Zum Ende des Sommers wurden für das Land laut Wolfsmonitoring 44 Wolfsrudel und 4 Einzelwölfe bestätigt. In den vergangenen Jahren wurden im Land etwa 700 bis 800 gerissene Nutztiere pro Saison gemeldet, vor allem Schafe, Rinder und Ziegen.

Niedersachsen Umweltminister Olaf Lies hatte bereits angekündigt, jeden zehnten Wolf abschießen zu lassen. „Man darf den Wolf nicht vermenschlichen“, sagte der Sozialdemokrat. In Niedersachsen soll auch eine Schülerin auf dem Schulweg einem Wolf begegnet sein.

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