Lüneburg warnt vor rechtsradikalen Erzieherinnen

Lüneburg - Um eine Unterwanderung von Kindergärten durch Erzieherinnen mit rechter Gesinnung zu verhindern, organisiert die Stadt Lüneburg eine Schulung. Träger und Mitarbeiter sollten für die Problematik sensibilisiert werden, teilte die Stadt am Dienstag mit.

Rechtsextreme versuchten vermehrt, ihre Ideen und Einstellungen zu verbreiten und damit ihre Stellung in der Gesellschaft zu stärken. Dabei setzten sie schon bei den Jüngsten an. Nach Angaben des Landespräventionsrats versuche die rechtsextreme Szene gezielt, ihren Einfluss im Bereich von Kindertagesstätten auszubauen und dort beispielsweise Mitarbeiterinnen zu etablieren.Im vergangenen Jahr war in Lüneburg eine Erzieherin wegen angeblicher Kontakte in die rechte Szene vom Dienst freigestellt worden. Als sich die Vorwürfe nach Befragung der Frau und ihrer Kolleginnen nicht bestätigte, durfte sie die Arbeit wieder aufnehmen. Die Erzieherin hatte schriftlich erklärt, nicht Mitglied einer rechtsextremen Vereinigung zu sein.Nach dem Vorbild Mecklenburg-Vorpommerns hatte Lüneburg von allen städtischen Erzieherinnen eine Erklärung verlangt, nicht Mitglied einer extremen politischen Gruppierung zu sein. Eine niedersachsenweite Regelung für derartige Gesinnungsfragen gibt es nicht, bei Kindertagesstätten liegt dies in der Hand der Träger.  dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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