Folgenschwere Tat

Sieben Schafe vom Luchs getötet 

Lobach - Im Solling ist eine kleine Schafherde von einem Luchs gerissen worden. Es ist der folgenschwerste Zwischenfall mit Nutztieren seit dem Beginn des Auswilderungsprojektes im Jahr 2000, wie verschiedene Medien berichteten.

Die sieben toten Tiere wurden bereits am Freitag auf einer Weide bei Lobach im Landkreis Holzminden gefunden. "Es gibt keinen Zweifel, das es ein Luchs war", sagte der Leiter des Luchs-Projektes, Ole Anders. "Er hat seine Spuren im Schnee hinterlassen." 

Der Besitzer der Schafe werde von der Verwaltung des Nationalparks entschädigt, kündigte Anders an. Seit der Wiederansiedlung habe es nur in einzelnen Ausnahmefällen Risse von mehr als einem Nutztier gegeben, sagte er. So hatte im März 2002 ein Luchs bei Scharzfeld vier Schafe gerissen.

Eineinhalb Jahrzehnte nach Beginn der Wiederansiedlung leben im Harz vermutlich bis zu 90 Luchse. Rund 200 Jahre lang galten sie dort als ausgestorben. Im Rahmen des Wiederansiedlungsprojektes wurden in den Jahren 2000 bis 2006 im niedersächsischen Teil des Nationalparks 24 Tiere freigelassen. Sie haben sich seither stark vermehrt und auch angrenzende Regionen besiedelt. Anders als der Wolf unterliegt der Luchs in Niedersachsen dem Jagdrecht, hat aber ganzjährige Schonzeit.

dpa

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