Lokführerstreik - Massive Ausfälle bei Metronom

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Streikende Mitarbeiter der Metronom-Bahn stehen am Donnerstag im Bahnhof in Uelzen. Der Streik der Gewerkschaft der Lokführer ( GDL) hatte in Niedersachsen zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr geführt.

Hannover (dpa) - Der erneute Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat in Niedersachsen am Donnerstag nur einen Teil der Konkurrenzbetriebe der Deutschen Bahn betroffen. Massive Zugausfälle vermeldete alleine die Metronom-Bahn.

Wie eine Sprecherin mitteilte, fuhren zwischen Hamburg und Cuxhaven keinerlei Züge, auf den Linien nach Bremen und Uelzen-Hannover-Göttingen fielen zahlreiche Bahnen aus. Nur kleinere Einschränkungen vermeldete die Westfalenbahn auf der Strecke Osnabrück-Münster.

Im Güterverkehr legten einige Lokführer der Osthannoverschen Eisenbahnen die Arbeit nieder. Der 47-Stunden-Streik soll noch bis zur Nacht auf Samstag andauern. Die Nordwestbahn mit ihren Linien von Wilhelmshaven nach Osnabrück und Esens sowie dem Bremer S-Bahn-Netz war von dem Streik nicht betroffen.

„Wir haben keine Ausfälle“, sagte eine Sprecherin in Osnabrück. Laut GDL werde der Konkurrent der Deutschen Bahn zwar bestreikt, greife aber auf Lokführer zurück, die kein GDL-Mitglied seien. „Wir haben ein Ersatzkonzept“, bemerkte die Sprecherin dazu. „So etwas sehen wir eher sportlich“, sagte der GDL-Bezirksvorsitzende für Norddeutschland, Lutz Schreiber.

Vom Streik kurzfristig ausgenommen wurde die eurobahn, die in Niedersachsen die Linien von Hildesheim nach Bodenburg und Richtung Hameln und Löhne betreibt. Die Muttergesellschaft Keolis Deutschland GmbH hatte am Mittwochabend „bedingungslos“ Verhandlungen angeboten.

Die GDL fordert einen einheitlichen Tarifvertrag für die 26.000 Lokführer in Deutschland im Regional-, Fern- und Güterverkehr - egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten. Eine Kernforderung ist eine Angleichung der Einkommen auf dem Niveau der Deutschen Bahn plus fünf Prozent Aufschlag.

Streitpunkt ist die Verankerung eines Rahmentarifvertrags im Haustarifvertrag der DB-Konkurrenten. Die GDL kritisierte, dass ihr von den Bahnen lediglich Verhandlungen über den jeweiligen Haustarifvertrag angeboten würde. Metronom-Vorstand Wolfgang Birlin kritisierte am Donnerstag, die GDL wolle vor Start von Verhandlungen eine Zustimmung zum Rahmentarifvertrag erzwingen.

Quelle: kreiszeitung.de

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