lichtsicht 2017/18

Projektionsbiennale: Ein letztes Mal geht das Licht an

+
Die Arbeit von AES+F wird am 28. September 2017 auf der "Lichtsicht 6" präsentiert.

Bad Rothenfelde - Es ist die sechste und möglicherweise auch die letzte Auflage einer ungewöhnlichen Kunstausstellung: Die lichtsicht-Projektionsbiennale in Bad Rothenfelde wird an diesem Freitag eröffnet. Bis zum 28. Januar 2018 sind im und um den Kurpark in Bad Rothenfelde 20 Projektionskunstwerke zu sehen.

Das Besondere: Die Kunstwerke werden nach Einbruch der Dunkelheit im Kurpark unter anderem auf die insgesamt mehr als einen Kilometer langen Seitenwände der Gradierwerke projiziert. Zum sechsten Mal seit 2007 wird damit der Kurort zu einer Freiluft-Ausstellungshalle für die Arbeiten international renommierter Videokünstler, wie etwa William Kentridge aus Südafrika. 

Sponsorensuche erfolglos

Fachleute sprechen von einer Ausstellung auf documenta-Niveau. Ob es in zwei Jahren eine erneute lichtsicht-Projektionsbiennale gibt, ist derzeit eher unwahrscheinlich, denn der Initiator und Sponsor, die Stiftung des Unternehmers Heinrich W. Risken, zieht sich zurück. Von Anfang an sei die Idee gewesen, dass auch andere Finanziers einsteigen, erklärt lichtsicht-Sprecherin Sabine Weichel. Das sei nicht geschehen. Weder aus dem kommunalen Bereich noch aus der Landespolitik habe es weitergehende Angebote zur finanziellen Beteiligung gegeben, hieß es weiter. Es hätten sich auch keine größeren Sponsoren aus der Wirtschaft gefunden. 

Dabei sei Risken bereit gewesen, die Biennale weiter zu unterstützen, nur eben nicht als Hauptsponsor. "So ist es dieses Mal leider die letzte lichtsicht, wenn sich nicht doch noch etwas bewegt", sagte Weichel.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare