Lehrer des Jahres kommt aus Niedersachsen

Oldenburg/Stade - Hans-Otto Carmesin aus Stade ist in diesem Jahr der beste Lehrer für Naturwissenschaften. Der 50-Jährige vom Gymnasium Athenaeum erhielt am Dienstag den mit 15.000 Euro dotierten Klaus-von-Klitzing-Preis, den die Universität Oldenburg und die EWE Stiftung zum sechsten Mal vergaben.

Erstmals konnten sich die Lehrer bei der bundesweiten Ausschreibung selbst um die Auszeichnung bewerben. Carmesin unterrichtet die Fächer Physik, Mathematik, Informatik und Astronomie.

Auch außerhalb des regulären Unterrichts motiviere und begeistere er seine Schüler mit zahlreichen Projekten und Veranstaltungen, begründete die Jury ihre Entscheidung. „Ich freue mich sehr darüber, dass meine Arbeit eine solche Anerkennung findet“, sagte Carmesin kurz vor der feierlichen Verleihung.

Seine Überzeugung ist es, dass sich Schüler besonders gut entwickeln, wenn sie ein Forschungsprojekt umsetzen. Für die Motivation der Jungen und Mädchen müsse man Themen finden, die aus dem Leben gegriffen seien, betonte Carmesin. „Schließlich sind alle Menschen daran interessiert zu verstehen, wie die Welt funktioniert.“ Bei der Ideenexpo 2009 in Hannover präsentierten seine Schüler einen Helm aus Carbon-Faserverstärktem-Kunststoff.

Der Lehrer initiiert Arbeitsgemeinschaften für „Jugend forscht“ und Astronomie. Er veranstaltet zudem Mathematik-Wettbewerbe. Außerdem organisiert Carmesin zahlreiche Exkursionen, von „Messungen zur Newtonschen Mechanik im Heidepark“ über „Magnetismus beim Transrapid im Emsland“. Die jährlich verliehene Ehrung soll die Bedeutung von lebendigem und praxisnahem Unterricht in den Naturwissenschaften hervorheben. Der Stader Sieger wurde unter rund 30 Bewerbern ausgewählt. 10.000 Euro des gewonnenen Geldes müssen für ein schulisches Projekt verwendet werden.

 Die Summe solle an seiner Schule in die Technik der Sternwarte fließen, erklärte Carmesin, der seit 1999 am Gymnasium Athenaeum unterrichtet. Er ist zudem Fachleiter für Physik am Studienseminar. Die Auszeichnung ist benannt nach dem Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing. Er entdeckte 1980 den sogenannten Quanten-Hall-Effekt und erhielt dafür fünf Jahre später den Nobelpreis.

Quelle: kreiszeitung.de

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