Auch bundesweiter Anstieg erkennbar

Immer mehr Wölfe streifen durch Niedersachsen

Christina Faß, mit ihrem Mann Leiterin des Wolfcenters Dörverden, hockt mit der 10-jährigen tschechoslowakischen Wolfhündin „Ajuna" (rechts) und dem Männchen Wölfi im Gehege.

Hannover - Immer mehr Wölfe streifen durch deutsche Wälder. Rund 500 dieser Raubtiere sind nach Angaben der Landesjägerschaft Niedersachsen bundesweit unterwegs. Die meisten Wölfe ziehen durch Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Die Tiere sind in Deutschland streng geschützt und dürfen nicht gejagt werden. In Niedersachsen wird die Zahl derzeit auf rund 90 Tiere geschätzt. „Wir haben einen Zuwachs von 30 Prozent im Jahr", sagt der Wolfsbeauftragte der niedersächsischen Landesjägerschaft Raoul Reding. 

Mitte des 19. Jahrhunderts galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet, rund 150 Jahre sollte das so bleiben. Erst nach dem Mauerfall kamen mehrere Tiere über Polen nach Deutschland zurück, Anfang der 1990er wurden die ersten Wölfe in Brandenburg entdeckt. 

Im Jahr 2000 bekamen Wölfe in Sachsen Nachwuchs, seitdem mehren sich die Wolfssichtungen. Wölfe können auf ihren Streifzügen in einer einzigen Nacht mehr als 70 Kilometer zurücklegen. Auf dem Speiseplan stehen Rehe, Rothirsche und Wildschweine. Bei den Nutztieren sind sie vor allem auf Schafe aus - was für großen Ärger und Ängste bei den Haltern sorgt.

dpa

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