Lagerhalle der Bundeswehr abgebrannt- Staatsschutz ermittelt

Oldenburg - Eine Lagerhalle der Bundeswehr ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Ermittler schließen Brandstiftung mit politischem Hintergrund nicht aus.

Eine Lagerhalle der Bundeswehr ist am frühen Mittwochmorgen in Oldenburg in Flammen aufgegangen. Nach Angaben der Feuerwehr wurde dabei niemand verletzt. Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Eine Brandstiftung mit politischem Hintergrund schließe die Polizei aber nicht aus, sagte ein Sprecher.

Eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe unter Leitung des Staatsschutzes wurde eingerichtet. Die 1250 Quadratmeter große Halle brannte bis auf die Grundmauern nieder. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro. Rund 80 Einsatzkräfte rückten gegen 2 Uhr an, nachdem ein Anwohner die Flammen bemerkt hatte.

Kurz zuvor waren zwei Lastwagen der Bundeswehr in Brand geraten. Das Feuer griff dann auf die Lagerhalle über. In der abgebrannten Halle lagerten rund 2000 Tonnen Lebensmittel. Die anderen vier Hallen auf dem Gelände des Bundeswehr-Verpflegungsamtes blieben von den Flammen verschont. Aus Oldenburg werden 115 Bundeswehrküchen beliefert. Auch die Truppen in Afghanistan wurden im Januar mit sogenannten Ein-Mann-Packungen aus Oldenburg versorgt. Darin ist die gesamte Tagesration für einen Soldaten enthalten.

Das Lager war nicht bewacht und nur durch eine Umzäunung gesichert. „Das haben wir jetzt aber geändert“, sagte eine Sprecherin des Oldenburger Bundeswehr-Verpflegungsamtes.

Quelle: kreiszeitung.de

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